Geschäfte öffnen erst am Donnerstag

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Einen Tag später, am Donnerstag, öffnen in Aalen die Geschäfte. Archivfoto: opo
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Durcheinander mit Inzidenzen, Veröffentlichungsfristen und Öffnungsterminen.

Aalen. Am Ende setzte sich der Aalener Pragmatismus durch. Jetzt werden die Geschäfte in der Stadt doch erst am Donnerstag öffnen für „Click and meet“-Einkaufen, also das Einkaufen mit Termin unter gewissen Bedingungen. Vorausgegangen war ein leichtes Durcheinander, es gab Emotionen und, zumindest etwas, Aufruhr.

Und es ist ja auch nicht einfach. Noch am Freitag hatte der Aalener Bürgermeister Karlheinz Ehrmann gesagt, die Aalener Geschäfte können, bei entsprechender Inzidenz am Montag, spätestens aber am Mittwoch öffnen. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz stabil an fünf Tagen unter 150 gelegen hat. Dass es nicht ganz so einfach ist, das mussten jetzt alle - Aalener Händler, Landratsamt und Stadtverwaltung lernen. Denn erst, wenn das RKI feststellt, dass der Landkreis entsprechende Zahlen hat, kann wiederum das Landratsamt verfügen, dass Lockerungen in Kraft treten können. Und so eine Verfügung gilt auch nicht sogleich. Sondern erst am übernächsten Tage. Noch am Montag hatte Josef Funk, ACA-Vorsitzender und Seniorchef im Modehaus Funk, gesagt, sein Modehaus werde dennoch am Mittwoch öffnen. Er wähnte sich im Recht - und habe, das räumt er ein, „vielleicht etwas emotional reagiert“, als er am Montag Aktionen des „Ungehorsams“ angekündigt hat. Mittlerweile und nach „guten und konstruktiven Gesprächen mit der Stadt und dem Landratsamt“, nehme man nun doch Abstand davon, die Sache eskalieren zu lassen, wie Josef und Tobias Funk am Dienstag erklärten. Gemeinsam habe man sich abgestimmt mit den ACA-Mitgliedern und beschlossen, nun gleichzeitig am Donnerstag zu starten mit der „Click and meet“-Offensive, die in Aalen begleitet wird mit dem „Aalener Service-Modell“. „Wir freuen uns jetzt einfach einen Tag länger aufs Aufmachen“, sagte Tobias Funk.

Von einem „Kommunikationsproblem“ sprach Stadtsprecherin Karin Haisch. Jetzt gelte es, angesichts sinkender Zahlen, den Blick nach vorne zu richten: „Wir freuen uns, dass wir wieder einen Schritt in Richtung Normalität machen können“, sagte Haisch.

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