Globale Friedensräume in Georgien eröffnet

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Der globale Friedensraum wurde mit einer Feierstunde eröffnet.

Zugdidi. Alena Kemm hatte die Idee eines globalen Bildungsraums, so wie er im Um-Welthaus Aalen existiert nach Zugdidi und Tbilisi in Georgien gebracht. Jetzt eröffnete Association Atinati zusammen mit „act for transformation“ in Georgien einen globalen Friedensraum im Rahmen einer Feierstunde mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Botschaft, des Bürgermeisters und Projektpartnern.

Alena Kemm war als weltwärts-Freiwillige im vergangenen Jahr dort aktiv und wird nun als integrierte Fachkraft und Friedensarbeiterin weiter für zwei Jahre in Georgien tätig sein.

Durch Förderung des Auswärtigen Amtes und der EU kann in diesem Jahr ein Projekt zur Stärkung der Friedensbildung in Schulen und Jugendeinrichtungen in Westgeorgien durchgeführt und Trainerinnen und Trainer für das Konzept „Fairtogether“ ausgebildet werden.

Zur Eröffnung des globalen Friedensraums in Zugdidi überbrachte Jürgen Menzel, Vorstandsmitglied von „act for transformation“, ebenfalls Grußworte. Das Aalener Vorstandsmitglied sagte, er hoffe zu Frieden und zur Überwindung von Mauern beitragen zu können. Mit Atinati habe man einen kompetenten Partner in der Umsetzung gemeinsamer Projekte gefunden. Beim gemeinsamen Planungsworkshop habe man Aktivitäten und Struktur des Projekts eingehend geplant. Nun seien das kaukasische Büro von „act for transformation sowie die entsandte Friedensfachkraft eine wichtige Unterstützung. „Wichtig ist vor allem die Ausbildung lokaler Trainer und Trainerinnen sowie die Einbindung lokaler Mitarbeiter in das Projekt“, sagte Jürgen Menzel. Sollte die Corona-Situation sich verschlechtern, werde man Seminare auch online durchführen können.

Die stellvertretende deutsche Botschafterin Tanja Hutt würdigte bei der Feierstunde das Engagement georgischer zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für eine friedliche und demokratische Entwicklung in der Kaukasusregion engagieren. Durch den „Global Peace Room“ – den globalen Friedensraum – werde eine Anlaufstellstelle für Pädagogen und für Jugendliche geschaffen, um interkulturelles und globales Verständnis zu fördern und zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Weitere Redner, wie der Bürgermeister von Zugdidi, Konstantine Kakava, würdigten das langjährige Engagement von Association Atinati

Durch Förderung im Rahmen des EU-Programms zur östlichen Partnerschaft soll das Programm „Fairtogether“ für georgische Schulen und Jugendeinrichtungen adaptiert und umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Stärkung der Sozialkompetenz und der gewaltfreien Konfliktlösung. Ziel ist die Förderung von Friedensbildung in georgischen Schulen.

Zugdidi liegt an der sogenannten Defacto-Grenze zur autonomen Region Abchasien, deren Abspaltung in einem blutigen Bürgerkrieg endete. Die Region wird von russischem Militär kontrolliert. Eine EU-Monitoring-Mission zur Überwachung des Waffenstillstands und der Einhaltung der Menschenrechte an der Grenze soll weitere gewaltsame Konflikte verhindern.

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