Glück auf für den neuen Probenraum

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Die Einweihung des neuen Proberaums der Bergkapelle. Foto: ls
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Die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Ensembles sind gelegt.

Aalen-Wasseralfingen. Beim Dankeschönabend der SHW-Bergkapelle herrscht rundum eitel Sonnenschein. Wohl dem Verein, der so profunde Handwerker in seinen eigenen Reihen hat, honorige Spender sein Eigen nennen kann und Rückendeckung von ausführenden Firmen.

Nach einem Jahr Bauzeit ist der nun um über dreißig Quadratmeter gewachsene Proberaum fertig. „Wir sind für die Zukunft bestens gerüstet“, sagt Vorsitzender Eugen Krämer nach der Eröffnung durch ein Bläser-Sextett. Nach dem langfristigen Pachtvertrag mit der Firma Rieger schaltete die Ampel auf Grün für einen umfassenden Umbau.

Eigentlich sind nur die Grundfesten zurückgeblieben. Der Probenraum sei in die Jahre gekommen: Die Decke bröselte, in die Instrumente tröpfelnde Wassertropfen waren nicht selten. Es hat nun eine schöne Küchentheke für die „Nachsitzungen“ gegeben, ein Büro, ein Lager und einen Besprechungsraum. Das Dach wurde gehoben und gen Norden ausgerichtet, eine Akustik-Decke wurde eingebaut inklusive Decken-Klimageräte und klimaeffizienter Wärmepumpe. Komplette Neuinstallationen und Sanitäranlagen beinhaltete die Renovierung. „Das war eine echte Herausforderung und wir können stolz sein“, sagt Eugen Krämer. Binnen eines Jahres sind zweitausend Ehrenamtsstunden zusammengekommen. Die Bausumme belief sich auf 200000 Euro, durch Spenden vielfältiger Art kamen rund 100 000 Euro zusammen.

Besonders ehrte Eugen Krämer jene Mitglieder, die sich besonders ins Zeug gelegt hatten. Allen voran Christa Stirner, die in Sachen Architektur als vereinsinterne Bauleiterin Großes geleistet habe. Als Hans Dampf in allen Gassen habe sie Pläne entwickelt, Handwerker organisiert und Rabatte ausgehandelt. Überdies sei sie der ruhende Pol gewesen in mitunter recht emotional geführten Diskussionen rund um den Bau. „Unsere Christa war die Lokomotive“, so Krämer.

Ferner ehrte der Vorstand Werner Schwarze als „Handwerker vor dem Herrn mit den meisten Stunden“ sowie den zweiten Vorsitzenden Johannes Looser. Mit Helmut Legner und Thomas Stäbler habe man zwei weitere unverzichtbare Fachleute im Boot gehabt. Namens des Stadtverbands gratulierte Vorsitzender Armin Peter. Zweitausend ehrenamtlich geleistete Stunden hätten dem Verein viel Geld gespart, sagte Peter. Passend zum musikalischen Schlussakkord stand der „Glück-Auf-Marsch.“

⋌Lothar Schell

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