Geistliches Wort in der Corona-Krise

Gottes Ewigkeit

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"Gott ist ewig", das habe ich lange gehört als: "Gott hat weder Anfang noch Ende. Er hatte und hat unendlich viel Zeit." Falsch ist das sicher nicht – aber unvollständig, wie ich inzwischen weiß.

"Gott ist ewig", das habe ich lange gehört als: "Gott hat weder Anfang noch Ende. Er hatte und hat unendlich viel Zeit." Falsch ist das sicher nicht – aber unvollständig, wie ich inzwischen weiß. Es greift zu kurz. Denn "Gott ist ewig.", das bedeutet nicht nur, dass Gott sich unendlich auf der Zeitachse erstreckt. Sondern es bedeutet auch, dass er wie senkrecht zur Zeit steht, einen anderen Zugriff auf sie hat, eine weitere Dimension dahinter aufschließt. Gestern, heute und morgen sind Ihm ebenso eins wie "möglich" oder "tatsächlich seiend". Falls, was ich nicht ausschließen möchte, es unendlich viele Welten geben sollte, so wäre er in allen diesen Welten und in allen zugleich die alles bestimmende Wirklichkeit. "Faszinierend" würde Commander Spock aus der Fernsehserie Star Trek Gott, so begriffen, gewisslich finden. "Anbetungswürdig" nenne ich ihn. Und ich denke dies alles und noch viel mehr in einem meiner liebsten Psalmenworte mit, wo es heißt: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern, ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme" (Ps 19, 1 - 4). Pfarrer Jan B. Langfeldt

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