Grüne distanzieren sich von Brief an Kretschmann

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Die Grünen im Aalener Stadtrat distanzieren sich von dem Brief an den Ministerpräsidenten, in dem die Corona-Beschlüsse kritisiert wurden. 

Aalen. Die Grünen im Aalener Stadtrat distanzieren sich von dem "Brandbrief" des OB an den Ministerpräsidenten und seiner Kritik an den Corona-Beschlüssen der Landesregierung. Der Inhalt des Briefes ist vorab nicht im Gemeinderat diskutiert worden, die Fraktionen wurden nicht einmal darüber informiert. Damit spricht der OB nicht für die Stadt, heißt es in der Pressemitteilung.

Inhaltlich würden die Grünen im Aalener Stadtrat im Gegensatz zu Rentschler die von der Landesregierung in Abstimmung mit den anderen Ministerpräsidenten und der Kanzlerin beschlossenen Maßnahmen in vollem Umfang mittragen.

Dabei verkennen sie nicht, dass die Maßnahmen zu schweren Härten, vor allem für Gastronomen und Kulturschaffende führen wird. Hier müssen nun sehr rasch die angekündigten Hilfen fließen, um die Lasten der Corona-Krise in der Gesellschaft so gerecht wie möglich zu verteilen, heißt es weiter. Außerdem solle die Stadt für Abholangebote der Gastronomie, z.B. im Stadtinfo und auf ihrer Website, werben.

Es muss nach Auffassung der Grünen jetzt alles darangesetzt werden, die exponentielle Entwicklung der Pandemie zu brechen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems und großes menschliches Leid zu verhindern.

Die, die es können, müssen die Kontakte weitestgehend reduzieren, um diejenigen, die unbedingt darauf angewiesen sind, zu unterstützen. Das betrifft vor allem Kinder und Menschen in Altenheimen, Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen und psychisch labile Menschen. Wer jetzt zu kurz springt, riskiert, dass Schulen und Kitas auch noch geschlossen werden müssen und weitere Lockdowns im Winterhalbjahr notwendig werden, heißt es in dem Schreiben. Und die Wirtschaft würde bei unzureichenden Maßnahmen später nur umso härter getroffen. Der Teil-Lockdown müsse jetzt aber dazu genutzt werden um nach der Öffnung die allgemeinen Hygieneregeln noch weitaus besser gewährleisten zu können.

Den Oberbürgermeister fordern die Grünen in diesem Zusammenhang auf, seine Hausaufgaben zu machen und mit Land und Bund an einem Strang zu ziehen, um einen Erfolg der Maßnahmen zu gewährleisten. Hier ist er insbesondere im Schul-, Kita- aber auch Ordnungsbereich gefordert, um die Stadt gut durch die Pandemie zu bringen. 

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