Häuser in unterschiedlichen Stilen

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Auf dem Bottich-Gelände erläuterte Bürgermeister wolfgang Steidle (am Mikrofon) Möglichkeiten zur Gestaltung der Verkehrsführung in der Wellandstraße.
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Interessierte Bürgerinnen und Bürger begleiten OB Brütting und Bürgermeiser Steidle durch Unterrombach.

Aalen-Unterrombach

Rund 40 Interessierte, darunter auch einige Gemeinderäte, hatten sich am Sängerheim in Hofherrnweiler eingefunden, um mit Oberbürgermeister Frederick Brütting und Erstem Bürgermeister Wolfgang Steidle im Rahmen der Ortsteilspaziergänge neuralgische Punkte in Unterrombach anzulaufen.

Brütting begrüßte das große Interesse, und verwies gleich auf ein Problem der Weststadt – den Verkehr, der sich täglich auf der Hofherrnstraße staut. Erste Station war der Parkplatz des Bottich-Geländes. Steidle berichtete, dass das Gelände verkauft werden solle, es gebe mehrere Interessenten, alle wollten der Stadt Flächen für Verkehrsmaßnahmen davon abtreten. Man wolle den Kreuzungsbereich neu gestalten, den Verkehr flüssiger und für alle – auch Fußgänger und Radfahrer – sicherer machen. Es gebe aber noch keine genaue Planung. Es müssten Kreis- und Landesbehörden wegen der Westumgehung einbezogen werden. Stefan Pommerenke, Leiter des Tiefbauamts, nannte die Kreuzung einen neuralgischen Verknüpfungspunkt für den Westen der Stadt und angrenzende Gemeinden. Bis zu 16 000 Fahrzeuge seien hier täglich unterwegs, hier sei eine Entlastung nur im Gesamtsystem möglich. Als erstes müsse man Rad- und Fußgängerüberwege verbreitern und sicherer führen, dann ein Gesamtkonzept entwickeln. Auf Nachfrage sagte Steidle, auch ein Kreisel sei eine mögliche Variante.

Zweite Station war das Streicher-Gelände an der Welllandstraße. Dort hat Bio-Landwirt Ralph Streicher ein bestehendes Gebäude abgerissen und wird dort 28 Wohneinheiten in drei Gebäuden erstellen. „Das werden keine Studentenzimmer, sondern Wohnungen“, sagte er. OB Brütting nannte das Vorhaben eine gute Planung, sagte aber auch mit Blick auf die Umgebung: „Hier stehen Häuser in völlig unterschiedlichen Stilen, hier müssen wir wieder eine einheitliche Gestaltungslinie entwickeln, um das Gebiet aufzuwerten.“

Dann ging es weiter zum Freibad. Steidle berichtete, dass die Stadt im Rombachtal zwischen Stadt und Teilorten die Verknüpfung von Natur und Mensch angehen wolle. Die Leiterin des Grünflächenamtes, Maya  Kothe, zeigte anhand von Plänen, dass dazu der Biberweg zur Fahrradstraße mit Vorrang für Radfahrer werden solle, die Radwege in die Stadt und entlang des Rombachs und des Sauerbachs gestärkt und die Grünflächen als grüne Lunge der Stadt erhalten werden sollen. „Hier soll noch mehr umweltfreundliche Mobilität möglich werden“, sagte Maya Kothe.

Gefährliche Parkplatzsituation

Ein Anwohner wies auf die teils gefährliche Parksituation bei vollem Freibadbetrieb hin, ein anderer auf schnelle Radfahrer, die keine Rücksicht auf Fußgänger und Kinder oder landwirtschaftliche Arbeiten nehmen, „um ihren Schnitt nicht kaputt zu machen“. Brütting versprach, die Verwaltung werde die Situation in Augenschein nehmen und Ideen entwickeln, und sagte: „Wir müssen lernen, dass alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und Kompromisse eingehen müssen, Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger.“

Den Rombach entlang ging es zurück nach Hofherrnweiler zum Sängerheim, wo man bei Vesper und Getränken noch diskutierte.

Das werden keine Studentenzimmer, sondern Wohnungen.“

Ralph Streicher, Bio-Landwirt
Landwirt Ralph Streicher (Bildmitte) stellte die geplante Wohnbebauung seines Geländes vor.
Eine Station des "Spaziergangs" in Unterrombach war das "Streicher-Gelände".

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