Guten Morgen: Gerhard Königer über Probleme mit persönlicher Anrede im Schriftverkehr.

Hallo, is there jemand?

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Wie beginne ich die E-Mail an jemanden, den ich gar nicht kenne? Zum Beispiel an das Servicecenter meines Internetanbieters. „Sehr geehrte Damen und Herren“ klingt doch irgendwie extrem Old School. Heute sagen doch alle überall du. Bei Ikea, bei Apple, Google, Amazon, den ganzen Internetfirmen sowieso. Außerdem muss man ja jetzt daran denken, dass man es mit Dame, Herr oder divers zu tun haben könnte.

Und überhaupt, „Sehr geehrte“, da kapiert doch in dem Servicecenter, das wahrscheinlich irgendwo in Malaysia oder Timbuktu sitzt, kein Mensch, was ich eigentlich will. Ich schreibe jetzt einfach „Hallo“, das ist global, sprachlich. Und am besten mache ich gleich auf Englisch weiter. „My Internet-Connection breaks down all the time. And me too. I pay a lot of money to your Firma monatlich and you promised me a good connection. So i tell you now ultimativ: If i have one more Absturz, i will be gone. And you see me nie wieder.“

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