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Hammer hängt in Bopfingen

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Jürgen Steck über die Verschiebung der Macht im Ostalbkreis

In der ganzen Diskussion darüber, dass wir jetzt bald einen Landrat aus Schwäbisch Gmünd, Dr. Joachim Bläse, haben, ist Maßgebliches übersehen worden. Nämlich, dass die Macht an ganz andere Stelle gebündelt worden ist. Womit wir bei Niccolo Machiavelli sind, respektive in Bopfingen. Ein kluger Herrscher, so haben wir's vom Florentiner gelernt, der sieht seine Welt nicht als gottgegeben an, sondern trifft Entscheidungen, die der Situation angemessen sind und so die Macht sichern. Übersetzt auf die künftige Kreispolitik, bedeutet dies: Es ist unerheblich, wer Landrat ist. Solange sich zwei einig sind: der Fraktionsvorsitzende der CDU, Dr. Gunter Bühler. Und die Fraktionsvorsitzende der SPD, Dr. Carola Merk-Rudolph. Rechnet man schwarze und rote Sitze im Kreisparlament zusammen, dann kommt man auf 38. Eine nicht überwältigende, aber hinreichende Mehrheit im 73-köpfigen Gremium. Bühler und Merk-Rudolph haben nicht nur beide promoviert. Sondern sie sind beide aus Bopfingen. Womit klar ist, wo künftig der Hammer hängt. Und dass gegen die Ipfler aus dem Osten gar nichts geht im Landkreis.

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