Handwerk ist Heimat für die Menschen

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Die Altmeister im Handwerk wurden in der Sängerhalle Wasseralfingen ausgezeichnet. Foto: privat

Goldene und Diamantene Meisterbriefe in Wasseralfingen verliehen.

Aalen-Wasseralfingen. „Endlich hat die große Politik die Bedeutung unseres Handwerks erkannt“, sagt Dr. Stefan Rössler von der Handwerkskammer Ulm und er fügt hinzu: „Die akademische Ausbildung ist nicht der einzige Weg zum Glück.“

Nach drei Jahren Ausfall wegen der Corona-Pandemie fand der Altmeister-Nachmittag endlich wieder statt und zur Tradition gehört, dass der Altmeister-Chor unter Leitung von Josef Stengel die Feier eröffnet.

Kreishandwerksmeisterin Katja Maier bringt in ihrer Begrüßung die enge Verbundenheit mit den älteren Kollegen zum Ausdruck, deren Lebensleistung fürs Handwerk als vorbildhaft zu bezeichnen sei. Deutschland sei derzeit in seiner Situation, die kaum einer geglaubt hätte: Ökonomen prophezeiten eine Rezession, Betriebe schlitterten in Existenznöte, explodierende Energiepreise, Materialverteuerung, aber auch Konsumzurückhaltung sei festzustellen und man leide unter zu viel Bürokratie und Fachkräftemangel.

Sechzig Prozent der Handwerksbetriebe seien von krisenbedingten Ausfällen betroffen und der Anstieg der Energiekosten belaufe sich auf 88 Prozent. Der Appell der Handwerksorganisationen sei Gott sei Dank endlich in Berlin angekommen, verweist die Kreishandwerksmeisterin auf das dritte Entlastungspaket vom 4. September.

In seinen „Geistlichen Worten“ appellierte Dekan Ralf Drescher, trotz aller Krisen nicht in Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Es gehe jetzt darum, eine Botschaft der Hoffnung entgegenzusetzen. Drescher wörtlich: „Die Situation ernst nehmen, glauben und handeln, so wie es nötig ist und wie sich jeder für die Allgemeinheit einsetzen kann.“

Ehrungen auf einen Blick

Goldene Meisterbriefe (50 Jahre) erhielten: Rudolf Abele, Hermann Flaig, Anton Gentner, Hugo Gerstmeier, Franz Gollitscher, Georg Gruber, Anton Hauber, Hermann Hauk, Karl Hauser, Werner Herdeg, Manfred Holl, Helmut Kazik, Hans Keck, Peter Kraft, Klaus Kukla, Johannes Moser, Manfred Pröls, Lorenz Ricker, Kaspar Rief, Bernd Riek, Georg Ritter, Friedrich Schmidt, Edwin Schneider, Horst Schurr, Klaus Schwenk, Horst Steiger, Andreas Stempfle, Alois Wagner und Anton Weik.

Diamantene Meisterbriefe (60 Jahre) gab es für: Adolf Beck, Hans Böhm, Franz Böhm, Kaspar Böhm, Hans-Peter Knoor, Heinrich Kunz, Alois Mangold, Bruno Müller, Hans Rettenmeier, Willy Ring, Rolf Schauz, Walter Schieber, Luise Simitz, Manfred Thaler, Richard Vogler und Alfred Zentner.

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