KommentarKommentar

Hart erkämpftes Bekenntnis

  • Weitere
    schließen

Robert Schwarz über die Einigung bei Schwäbisch Gmünds größtem Arbeitgeber, Bosch AS .

Ganze 16 Verhandlungsrunden, 8 Monate und 4 Arbeitskreise hat es gebraucht, damit sich die 2 Parteien schlussendlich doch einigen konnten: auf einen Kompromiss, mit dem beide leben können. Die Arbeitnehmer haben viele Kernziele, wie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen oder den Verbleib der Produktion am Standort erreicht, Bosch kann die Kosten senken, was angesichts der Marktlage unternehmerisch notwendig ist. Der Verlust von mehr als 1500 Stellen in den kommenden Jahren ist schmerzhaft für den Standort, war letztlich aber nicht zu vermeiden – zu dramatisch ist der Strukturwandel in der Autoindustrie. Wichtig ist: Mit 350 Millionen Euro sichert Bosch dem Standort eine Zukunft über 2026 hinaus. Die befürchtete Abwicklung ist vom Tisch, die Beschäftigten dürfen Hoffnung auf Zukunft haben – trotz des beispiellosen Einbruchs der weltweiten Wirtschaft, die auch die Region heftig beuteln wird. Dieses Bekenntnis von Bosch haben Gewerkschaft und Betriebsrat hart erkämpft.

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL