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Heubacher Zuversicht

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Jürgen Steck über die Zuversicht, das Schieben, das Stützen und das Ziehen

Die Zuversicht, die steht ja in Heubach. Seit dem Jahr 2009 schon. Zuversicht, so heißt die mehr als sieben Meter große Skulptur aus Bronze, die den Kreisverkehr am Postplatz der Rosensteinstadt schmückt. Andreas Futter, ein Bildhauer aus dem Schwäbischen, er hat diese Zuversicht geschaffen. Fünf derbe, eher untersetzte Menschen steigen über mächtige Quader hinauf, halten, stützen und schieben sich – und der, der bereits oben ist, zieht den nächsten mit zu sich hinauf. Sie müssen sich mächtig anstrengen. Das zeigen die verkniffenen Gesichter, das zeigen die Arme, an denen Sehnen hervortreten und die angespannten Körper. Es sind keine strahlenden Helden, eher Menschlein, die sich zusammenfinden und hoch konzentriert gemeinsam Großes leisten, zu dem der Einzelne nicht in der Lage gewesen wäre. Sie passt mehr denn je in diese pandemische Zeit, diese Skulptur. Schauen Sie sich diese Heubacher Zuversicht einmal an, wenn Sie nichts Besseres zu tun haben in dieser Zeit "zwischen den Jahren". Und gehen Sie mit Zuversicht in dieses nächste Jahr, das kein einfaches wird. Aber das wir meistern werden – im Miteinander, im Zusammenhalten. Und: wenn wir alle mitnehmen. Wenn uns das gelingt: Dann bin ich zuversichtlich für das Jahr 2021.

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