Hochwasser: Diese zwei Ostälbler packen mit an

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Jason Tschepljakow aus Unterrombach hilft in Ahrweiler Gebäude von Schlamm zu befreien.
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Wie Freiwillige aus der Region Betroffene in Nordrhein-Westfalen unterstützen und wie sie das Katastrophengebiet erlebt haben.

Hochwasserkatastrophe: Ostälber packen mit an

Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört.
Das Hochwasser hat Odendorf einem Ortsteil der Gemeinde Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis zerstört. © privat
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen.
Ahrweiler wurde schwer vom Unwetter getroffen. © Jason Tschepljakow
Jason Tschepljakow hilft in Ahrweiler mit.
Jason Tschepljakow hilft in Ahrweiler mit.  © privat
Jason Tschepljakow hilft in Ahrweiler mit.
Jason Tschepljakow hilft in Ahrweiler mit.  © privat
Aufräumarbeiten in Dernau.
Aufräumarbeiten in Dernau. © Jason Tschepljakow
Aufräumarbeiten in Dernau.
Aufräumarbeiten in Dernau. © Jason Tschepljakow
Aufräumarbeiten in Dernau.
Aufräumarbeiten in Dernau. © privat
Aufräumarbeiten in Dernau.
Aufräumarbeiten in Dernau. © Jason Tschepljakow
Aufräumarbeiten in Dernau.
Aufräumarbeiten in Dernau. © Jason Tschepljakow
Aufräumarbeiten in Dernau.
Aufräumarbeiten in Dernau. © Jason Tschepljakow

Aalen/0berkochen

Müllberge an Straßenrändern und Feldern. Schlammmassen, die Straßen bedecken. Gut zwei Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind Anwohner und Helfer noch immer damit beschäftigt, Keller auszupumpen und Schlammmassen zu beseitigen. Unterstützung bekommen sie dabei auch von freiwilligen Helfern aus dem Ostalbkreis.

Für die Oberkochener Julien Sievers (31) und seine Verlobte Andrea Mutter stand schnell fest, dass sie helfen müssen. Die Bilder der Katastrophengebiete, der unter Schlammmassen begrabenen Städte und Dörfer ohne Hilfe gingen ihnen nicht aus dem Kopf. „Meine Verlobte und ich haben daraufhin eine Spendenaktion gestartet“, berichtet der 31-Jährige.

Viele Sachspenden gesammelt

Via Social Media wurde der Aufruf zur Spendenwoche gestartet und er ist immer noch überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Kleidung, Hygieneprodukte, Getränke, Frischwasser und Haushaltsprodukte kamen zusammen - und vor allem wichtig für die Aufräumarbeiten: Schaufeln, Eimer, Handschuhe, Besen und Gummistiefel. In der Firma seines Bruders, Sievers Lackierung, haben sie die gespendeten Produkte gesammelt. Zudem hat die Firma Wassertanks gespendet, denn „von der Stadt Oberkochen haben wir 5000 Liter Frischwasser erhalten“, freut sich der 31-Jährige. Bedanken möchte sich Sievers auch bei den lokalen Firmen, die geholfen haben wie Edeka Streeck aus Oberkochen oder Fressnapf aus Aalen. Der Oberkochener Spediteur Fischer hat den Helfern einen 40-Tonner zur Seite gestellt und die Firma Kiener aus Lauchheim einen Fünftonner mit Fahrer, um die Hilfsgüter nach Odendorf im Süden Nordrhein-Westfalens zu fahren.

Es ist wie eine organisierte Familienhilfe.“

Julien Sievers, Freiwilliger Helfer

Am vergangenen Samstag ging es dann mit dem Konvoi los. Koordiniert wurde die Hilfsgüterfahrt von Johanna Findeisen aus dem Bodenseekreis. „Etwa fünf Kilometer vor dem Dorf sah noch alles normal aus“, berichtet Sievers. „Als wir in die Ortsmitte gegangen sind, ist eine Welt für mich zusammengebrochen“, sagt er. Zerstörte Häuser, Müllberge und überall Schlamm. „Viele in Odendorf haben noch mit Öltanks geheizt, so dass der Schlamm einen Ölfilm hatte.“ Der beißende Geruch von Schlamm, Öl und Kot blieb ihnen in der Nase. „Ich musste das anschließend alles sacken lassen. So etwas habe ich noch nie erlebt“, berichtet er.

Vor Ort hat sich der 31-Jährige mit vielen Anwohnern unterhalten und ist gerührt von der Solidarität. Jeder kümmere sich um jeden, auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren, Polizei und vom Technischen Hilfswerk. „Es ist wie eine organisierte Familienhilfe.“ Von morgens bis abends packen die Helfer und Anwohner an. „Ich habe großen Respekt vor allen, die dort helfen. Von morgens bis abends wird dort gearbeitet.“ Zu tun gebe es noch viel, meint Sievers. „Das wird noch Monate, wenn nicht Jahre dauern, um alles wieder aufzubauen.“

Hilfe in Ahrweiler

Der 18-jährige Unterrombacher Jason Tschepljakow ist seit Freitag in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Ich musste einfach helfen“, sagt der 18-Jährige. Mit einem Freund hat er sich zunächst über die Landkreise Euskirchen und Ahrweiler als Freiwillige gemeldet und ist zunächst auf Wartelisten gelandet. „Über Facebook habe ich einen Aufruf der evangelischen Gemeinde Bad Neuenahr-Ahrweiler entdeckt und mich gemeldet“, sagt er. Kurze Zeit später machten sich die beiden jungen Männer auf nach Nordrhein-Westfalen.

Das verheerende Unwetter hat Straßen und Häuser in Ahrweiler zerstört. Berge von kaputten und aufgeweichten Möbeln sowie Ästen versperren die Wege und müssen beiseite geschafft werden.

Das Ausmaß der Naturkatastrophe sei kaum vorstellbar – wie aus einem Kriegsgebiet. „Panzer und große Lastwagen der Bundeswehr fahren durch Ahrweiler. Alles hier ist verwüstet und man erkennt kaum die Straßen“, beschreibt Tschepljakow die Szenerie.

Untergebracht sind die freiwilligen Helfer im DRK Zentrum in Ringen nahe Ahrweiler. Alle 15 Minuten fährt von dort ein Shuttlebus Helferinnen und Helfer in die Katastrophengebiete. „Wir starten meist gegen 6.30 Uhr und kommen abends gegen 21 Uhr zurück ins DRK-Zentrum.“ Vor Ort heißt es anpacken, wo Hilfe nötig ist. Unzählige Keller haben sie bereits ausgepumpt, von Schlammmassen entleert. „Gemeinsam mit dem THW haben wir auch einen elf Meter hohen Aufzugschacht von Schlamm befreit“, sagt er. Gerührt ist der junge Mann vor allem von der Dankbarkeit und Herzlichkeit der Anwohner. „Man wird empfangen, als gehöre man in die Gemeinschaft. Die Hilfe wird sehr geschätzt.“ Gänsehaut bekommt er, wenn er die Geschichten der Anwohner hört, die alles verloren haben. Noch bis diesen Freitag wollen die beiden so viele Keller wie möglich auspumpen und Straßen vom Schlamm reinigen. „Es wird ganz sicher noch sehr lange dauern, bis alles wieder so aussieht wie vorher.“

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