Kita-Plätze: Nicht kleckern, sondern klotzen in Hofen

+
Nach den Plänen der Stadtverwaltung soll Hofen eine weitere Kita bekommen - im Idealfall angedockt an die Kappelbergschule.
  • schließen

Eine weitere Gruppe und mittelfristig ein Neubau. Was die Stadt im kleinsten Aalener Ortsteil darüber hinaus in den nächsten Jahren plant.

Aalen-Hofen

Es gibt zu wenig Kinderbetreuungsplätze in Hofen. Deutlich zu wenig. Und es wird in den nächsten Jahren nicht besser. Im Ortschaftsrat überraschte OB Frederick Brütting jetzt mit Überlegungen der Stadtverwaltung, wie dieses Problem zu lösen ist: Kurzfristig wird eine zusätzliche Kita-Gruppe am Kindergarten St. Georg eingerichtet. Mittelfristig soll darüber hinaus noch eine weitere Kita gebaut werden.

Den neuen Aalener Kindertagesbetreuungsplan (AKITA) wird die Verwaltung an diesem Mittwoch im Kultur-, Bildungs- und Finanzausschuss des Gemeinderats einbringen. Die Analyse habe gezeigt: In der Kernstadt und in Hofen herrscht Alarmstufe Rot, also deutlich mehr Nachfrage als Angebot in puncto Kinderbetreuung, so Brütting. In Hofen stehen aktuell acht Kinder auf der Warteliste. Dass 2026 der Betreuungsanspruch für Grundschulkinder der Klassenstufe eins hinzukommt, verschärfe die Situation, so der OB.

Pläne für Hofen

Laut Brütting hat es erste Gespräche der Stadt mit der katholischen Kirchengemeinde zur Schaffung einer zusätzlichen Kita-Gruppe für unter Dreijährige im ehemaligen Schwesternheim des St.-Georgsvereins gegeben. Die Kirchengemeinde habe Bereitschaft signalisiert, diese Gruppe mit zu betreuen. Weil das aber nicht reiche, gelte es, „zügig eine weitere, neue Einrichtung mit drei Gruppen zu planen“. Im Idealfall an der Kappelbergschule, um Kindern den Übergang von der Kita in die Schule zu erleichtern. Das müsse noch vom Gemeinderat beschlossen werden, im Haushaltsplan sei noch der alte Stand abgebildet, dämpfte der OB schnelle Erwartungen.

Um Anreize zu schaffen, dass mehr Kitaplätze entstehen, wolle die Stadt ein Sonderfinanzierungsprogramm (SoFi) auflegen, das solche Investitionskostenzuschüsse von 70 auf 80 Prozent steigert. Ortsvorsteher Christian Wanner begrüßte die Ausbaupläne als guten Schritt für Hofen auf dem Weg von der Halbtags- zur Ganztagsbetreuung.

Wo in Hofen sonst noch investiert werden soll:

Baugebiet Eichholz: 650.000 Euro in 2023 für Erschließung, Grün- und Ausgleichsflächen.

Breitbandausbau: In 2023 sollen 1,1 km Glasfaserkabel verlegt und Goldshöfe und Wagenrain angeschlossen werden. Kosten: 400.000 Euro

Bahnübergang Goldshöfe: je 150.000 Euro für die Beseitigung in 2024 und 2025.

Gewerbegebiet Staudenfeld: in 2024 60.000 Euro, in 2025 286.000 Euro für Ausgleichsmaßnahmen und Endausbau.

Dorfstraße/Kappelbergstraße: 50.000 Euro für die Sanierung in 2024.

Digitalisierung Kappelbergschule: rund 195.000 Euro in 2024

Generalsanierung Kappelbergschule: In 2024/2025 sind insgesamt 600.000 Euro dafür geplant, für die Instandhaltung im Jahr 2023 18.000 Euro.

Franz Xaver Ladenburger (CDU) sieht insbesondere die Investitionen in Kinerbetreuung und Schule als gut angelegtes Geld und wichtig für die Entwicklung Hofens, „damit man nicht zur Schlafstadt wird“.

Beim Projekt „Ausbau der Dorfstraße“ sollte der Hochwasserschutz stärker in den Fokus genommen werden, mahnte Ortsvorsteher Christian Wanner. Ein weiteres Anliegen des Ortschaftsrats: Die Stadt möge investieren in den Ausbau der Brücke und des Weges zwischen Heimatsmühle und Wasseralfingen. Laut Wanner ist der Weg stark frequentiert von Fußgängern und Radfahrern und dringend modernisierungsbedürftig.

Die Kappelbergschule in Hofen.
Die Kappelbergschule in Hofen.

Zurück zur Übersicht: Hofen

Kommentare