Regenüberlaufbecken in Hofen wird massiv erweitert

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Am westlichen Ortsrand von hohen soll des bestehende Regenüberlaufbecken erweitert werden.
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Ortschaftsrat stimmt für das knapp 2,2 Millionen Euro teure Projekt. Warum die Ausdehnung notwendig ist.

Aalen-Hofen. Die Folgen des Klimawandels sind auch auf der Ostalb deutlich zu spüren. Bei Starkregen droht die Überlastung von Kanalisation und Kläranlagen. Als Puffer haben sich Regenüberlaufbecken bewährt. In Hofen soll das bestehende Überlaufbecken deshalb massiv erweitert werden. Das hat der Ortschaftsrat in seiner Sitzung am Montagabend beschlossen.

Das Projekt: Rund 120 Kubikmeter Wasser fasst das bestehende Regenüberlaufbecken am westlichen Ortsrand. Das sei schon jetzt zu wenig für Hofen, erläuterte Stefan Pommerenke vom städtischen Tiefbauamt. Deshalb soll das Rundbecken um ein rechteckiges Becken ergänzt werden - Fassungsvermögen: 887 Kubikmeter Wasser. Notwendig wird diese Größe, weil Hofen wächst - unter anderem um das neue Baugebiet Eichholzweg, das ab Frühjahr nächsten Jahres erschlossen werden soll. Stefan Pommerenke: "Wenn man dort erschließen will, hätten wir sonst ein massives Defizit." Das neue Becken wird unterirdisch angelegt, an das "alte" angedockt und die Dachfläche begrünt. Aus Landschaftsschutzgründen verzichtet man auf ein Betriebsgebäude.

Problem Zufahrt: Lange war in der Diskussion, ob es für die Baumaßnahme eine separate Zufahrt geben muss. Dazu hätten aber private Grundstücke angekauft werden müssen. Das habe sich zerschlagen, erläuterte Stefan Pommerenke. Nun werde man doch die Zuwegung über die Pfarrgasse nutzen. Ortschaftsrat Jochen Müller ist skeptisch, sieht in der Zufahrt nach wie vor "ein riesen Problem". Pommerenke räumte ein: "Den Weg, den man heute hat, wird man nach der Baumaßnahme wiederherstellen müssen."

Bauzeit und Kosten: Im Frühjahr nächsten Jahres soll mit den Arbeiten begonnen werden. Veranschlagt ist etwa ein Jahr Bauzeit. Die Gesamtkosten von 2,18 Millionen Euro sind im städtischen Haushalt eingestellt. Ortsvorsteher Christian Wanner will sichergehen: "Die Erschließung des Baugebiets Eichholzweg muss parallel laufen." Stefan Pommerenke beteuert: "Dass das parallel läuft, ist mit der Unteren Wasserbehörde abgestimmt." Bea Wiese

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