Guten Morgen:

Ich booster täglich und Sie?

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lars reckermann

Lars Reckermann über das Boostern ohne Corona.

„Boostern“. Das Wort klingt doch eigentlich nach einem Schub für neue Superkräfte und nicht für eine Impfung gegen Corona. Aber: Das Wort ist jetzt besetzt und vor meinem geistigen Auge werde ich fortan immer eine Spritze sehen. Obwohl: Nein, das möchte ich nicht. Ich hole „Boostern“ zurück in meinen Alltag. Wo booster ich denn täglich? Wenn mein Deo nachlässt, booster ich zuweilen schnell nach. Auch bei manchem 48-Stunden-Versprechen des Deos muss ich zuweilen schon nach zwölf Stunden boostern. Zuweilen booster ich auch mit unterschiedlichen Wirkstoffen. Also das etwas teurere Deo booster ich auch schon einmal heimlich mit dem Drogeriemarkt-Deostift. Die Frauen in meinem Haushalt boostern ihre Nägel. Wenn ich mit den Jungs unterwegs bin, boostern wir zuweilen den Alkoholgehalt im Blut. Der eine boostert schneller, der andere langsamer. Seitdem ich ein neues Haargel habe, muss ich da oben nicht mehr boostern. Das Zeug ist wie Beton und hält bis zur nächsten Dusche. Wo boostern Sie, liebe Leserinnen und Leser denn noch? Schreiben Sie es mir an l.reckermann@sdz-medien.de. Wir müssen uns ja nicht alles von Corona wegnehmen lassen. Lars Reckermann

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