IHK-Wahl: mit Horlacher, ohne Rehm

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Thilo Rentschler leitet die IHK als Hauptgeschäftsführer. Gemeinderatsmitglied Norbert Rehm, langjähriger Kritiker des ehemaligen Aalener Oberbürgermeisters, hat es nicht in die IHK-Vollversammlung geschafft.
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Die Wirtschaft der Region hat ihre Vertreterinnen und Vertreter gewählt. Das sind die Ergebnisse.

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer ist eines der wichtigsten Gremien der regionalen Wirtschaft. Bis zum vergangenen Freitag konnten rund 28 000 Unternehmerinnen und Unternehmer, die Mitglied in der IHK sind, wählen, wer ihre Interessen in den kommenden Jahren vertreten soll. Für die 50 Mandate haben sich in diesem Jahr 68 Kandidatinnen und Kandidaten beworben.

Unter den Bewerbern waren auch Rainer Horlacher, Inhaber von Hot Jeans aus Hüttlingen und langjähriger Kritiker der IHK, und das Aalener Gemeinderatsmitglied Norbert Rehm, seinerseits ein langjähriger Kritiker des ehemaligen Aalener Oberbürgermeisters, Thilo Rentschler, der wiederum seit Anfang Oktober die IHK als Hauptgeschäftsführer leitet.

Nun ist die Entscheidung gefallen: Rainer Horlacher gehört der Versammlung auch in den kommenden Jahren an. Norbert Rehm hat es indes nicht geschafft, ausreichend Stimmen auf sich zu vereinen. Horlacher ist bereits seit mehreren Jahren Mitglied der Vollversammlung und war unter anderem bereits gerichtlich gegen die Kammer vorgegangen.

Das Gremium wird mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus vier verschiedenen Branchen sowie drei Wahlbezirken besetzt: Industrie, Handel, Dienstleistungen sowie Finanz- und Versicherungswirtschaft, jeweils aus den Räumen Aalen, Gmünd und Heidenheim.

Die Wahlbeteiligung lag in diesem Jahr laut IHK bei durchschnittlich 15 Prozent. Unter den Gewählten finden sich 17 neue Gremiumsmitglieder, unter anderen der ehemalige Wirtschaftsförderer der Stadt Aalen, Wolfgang Weiß, inzwischen Geschäftsführer des Zentrums für digitale Entwicklung (ZDE) in Westhausen.

Die neue Vollversammlung soll voraussichtlich im Januar 2022 zu ihrer ersten Sitzung zusammenkommen und dann Präsidium und Präsident oder Präsidentin wählen.

Die Parlamentarier können nun für die nächsten fünf Jahre den Kurs der IHK Ostwürttemberg mitbestimmen. In regelmäßigen Sitzungen werden laut der Kammer Richtlinien für die Arbeit diskutiert und verabschiedet. Die Vollversammlung entscheidet ebenso über die Höhe der Mitgliedsbeiträge und hat das Haushalts- und Organisationsrecht. Robert Schwarz

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