Inflation kommt auch im Warenkorb an

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Die Einkäufe in unserem Warenkorb im Preisvergleich.
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Seit 18 Jahren ermitteln wir, was bestimmte Produkte in Aalener Geschäften kosten. Nach dem erstmaligen Rückgang im vergangenen Jahr, stiegen die Preise jetzt so schnell, wie noch nie.

2021 war ein Jahr der Extreme – das zeigt sich auch in unserem Warenkorb. Wurde er vor einem Jahr erstmals in seiner 17-jährigen Geschichte günstiger, verzeichnen wir jetzt den größten Preissprung nach oben. Um knapp neun Prozent haben sich die Produkte innerhalb eines Jahres verteuert. Ein Effekt ist sicherlich, dass seit Januar 2021 die zwischen Juli und Dezember 2020 auf 16 Prozent gesenkte Mehrwertsteuer wieder auf 19 Prozent angehoben wurde. Auch der ermäßigte Steuersatz beträgt statt fünf wieder sieben Prozent.

Benzinpreise stark gestiegen

Der Überblick: Den prozentual größten Sprung nach oben machte dieses Jahr zu unserem Stichtag im Dezember der Liter Super-Benzin. Die zwei zurückliegenden Jahre in Folge wurde er günstiger, doch jetzt ging es um satte 27,8 Prozent nach oben – von 1,26 auf 1,61 Euro. Seit Beginn der Pandemie hat sich der Ölpreis vervierfacht – das schlägt auch auf die Tankstellen durch. Außerdem gilt seit diesem Jahr die CO2-Abgabe, die knapp acht Cent pro Liter Benzin ausmacht. Durch die jährliche Erhöhung dieser Abgabe kommen im Januar 2022 weitere ein bis zwei Cent hinzu.

Kaffeepreise steigen schnell

Deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen auch Kaffeetrinker. Von 4,90 auf 5,69 Euro hat sich unser immer gleiches Päckchen Markenkaffee verteuert. Das sind stolze 16 Prozent. Ein Grund sind laut Experten immer mehr Ernteausfälle in den Anbauländern durch den Klimawandel. An der New Yorker Rohstoffbörse wird aktuell ein Pfund der Sorte „Arabica“ mit über 2,60 Dollar gehandelt – vor einem Jahr waren es 1,60 Dollar – Tendenz weiter deutlich steigend.

Nach den Zigaretten – die am Automaten statt sieben mittlerweile acht Euro kosten – hat sich auch das Weizenmischbrot um über 13 Prozent verteuert. Statt drei Euro kostet es nun 3,40 Euro. Laut statistischem Bundesamt sind die Rohstoffe auch für Bäcker deutlich teurer geworden. Mehr als ein Drittel hat sich Getreide verteuert, Zucker kostet sogar über 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Inflation ist da

Klar ist: Die Inflation ist auch in unserem Warenkorb angekommen, der sich um 8,7 Prozent innerhalb eines Jahres verteuert hat. Statt 63,21 Euro kosten die gleichen Produkte jetzt 68,69 Euro. Der bislang höchste Preissprung lag bei 6,1 Prozent im Jahr 2015.

Auch das Statistische Bundesamt verzeichnet beim harmonisierten Verbraucherpreisindex eine Inflationsrate von sechs Prozent im November 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit ist die Inflationsrate zum sechsten Mal in Folge gestiegen und hat im November den bisher höchsten Wert im Jahr 2021 erreicht“, sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes. „Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt vor fast 30 Jahren. Im Juni 1992 hatte die Inflationsrate bei plus 5,8 Prozent gelegen.“

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