Guten Morgen

Jahrelang die Praxis studiert

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Bea Wiese über ein verlockendes Stellenangebot

Zugegeben, ernsthaft denke ich nicht darüber nach, mich beruflich zu verändern. Doch manchmal eröffnen sich einem Chancen, da kommt man ins Grübeln. Da sucht ein einschlägig bekanntes Kreditinstitut in der Region eine stellvertretende Geldwäsche-Beauftragte. Je länger ich mich damit beschäftige, desto klarer wird mir: Der Job ist wie maßgeschneidert für mich. Ich bin keine Theoretikerin, aber ich habe jahrelang berufsbegleitend die Praxis studiert. Ich habe ein gerütteltes Maß an Erfahrung mit den Typen, ob sie nun AEG, Siemens, Bosch oder sonst wie heißen. Ich kenne die Taschen, in denen man suchen muss. Nun gut, mit Beträgen wie 500-Euro-Scheinen in großen Mengen hatte ich eher weniger zu tun, aber die schafft die EZB ja sowieso ab. Kleinbeträge – da macht mir keiner was vor. Fünf-Euro-Schein, sorgfältig zusammengefaltet in der Hosentasche – dem macht die Waschmaschine nix. Zwanziger, Fünfziger, Hunderter – Persil bleibt eben Persil, auch bei der Geldwäsche. Die werden nicht nur sauber, sondern porentief rein.

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