Jeder Mensch kann ein Friedensbotschafter werden

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In einem festlichen Gottesdienst mit Pfarrer Bernhard Richter wird die Friedensdekade eröffnet Foto: Peter Hageneder

Zur Eröffnung der Friedensdekade verurteilt Pfarrer Richter die Szenen vor dem VfR-Spiel vor zwei Wochen.

Aalen. Mit einem festlichen Gottesdienst wurde am Sonntag in der Aalener Stadtkirche die Ökumenische Friedensdekade eröffnet. Die Schola unter Leitung von Thomas Haller sorgte für die feierliche Gestaltung des Gottesdienstes. Irene Haller und die Konfirmandinnen Emilia Kress und Ida Haverkamp wirkten liturgisch mit und stellten verschiedene Friedenszeichen vor: die Taube, die weiße Flagge, Schwerter zu Pflugscharen und das Peace-Zeichen. Pfarrer Bernhard Richter betonte in seiner Predigt, dass jeder Mensch ein Friedensbotschafter werden kann. Wichtig sei in heutiger Zeit, Sprache, Denken, Tun und Handeln danach auszurichten, dass nicht nur der eigene Vorteil, sondern dass Wohl anderer Menschen im Blick bleibt.

So würden alle, die eine soziale Aufgabe übernehmen, einen Beitrag zum Frieden leisten, ob in einem Tafelladen, in einem Freundeskreis Asyl, bei amnesty international, in der Nachbarschaftshilfe oder in der Pflege und an vielen anderen Stellen. Richter verurteilte die für ihn als Augenzeugen erschütternden Szenen vor dem VfR-Heimspiel vor zwei Wochen. „Bevor wir Frieden in der hohen Politik fordern, müssen wir erst einmal vor der eigenen Haustüre kehren.“ Der Stadtkirchenpfarrer hält für eine gelingende Friedensarbeit beides wichtig: Aktionen wie Mahnwachen, Demos und Diskussionen, aber auch das wöchentliche Friedensgebet vor der Stadtkirche und weitere Gottesdienste. Auch das Mitwirken einer Konfirmandengruppe bei der Gedenkfeier am Mahnmal am Volkstrauertag sei für ihn ein wichtiger Beitrag zum Frieden.

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