Im Minutenprotokoll: So verlief die offizielle Kandidatenvorstellung zur OB-Wahl in Aalen

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Eine Kandidatin und vier Kandidaten kämpfen um das Amt des Oberbürgermeisters in Aalen.
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Vier Männer und eine Frau kandidieren für das Amt des Oberbürgermeisters in Aalen. Ab 19 Uhr stellten sie sich am Dienstagabend in der Stadthalle vor. Lesen Sie hier den Abend im Minutenprotokoll nach.

20.45 Uhr: Rentschler bedankt sich jetzt bei allen fünf Kandidaten, „die sich wacker geschlagen haben“. Rentschler appelliert: „Bitte machen Sie von Ihrem Wahlrecht gebrauch“. Das Wahlrecht sei der „Kern der Demokratie“. Gerade die direkte Wahl eines OB manifestiere die Bedeutung dieses Amts. Damit ist der Abend jetzt beendet. Einen ausführlichen Artikel des Abends lesen Sie hier in der Onlineausgabe und natürlich am Mittwoch im E-Paper und der gedruckten SchwäPo-Ausgabe.

Catherine Rommel

20.30 Uhr: Jetzt beginnt die letzte Fragerunde des Abends. „Quote für sozialen Wohnungsbau - hätten Sie für Ja gestimmt?“ Rommel bejaht und bekräftigt ihr Engagement für den sozialen Wohnungsbau. Sie könne sich auch Wohnraum in Mischgebieten vorstellen, dazu könne man auch einen Flächennutzungsplan einmal ändern. Zweite Frage: Wohlstand für alle - aber wie sieht das Engagement für Wohnungslose und bedürftige Menschen aus? Rommels Antwort zielt auf die Stärkung der Wirtschaft ab. Dritte Frage: Warum bewirbt sich Rommel aus Stuttgart ausgerechnet in Aalen? Aalen sei eine wunderschöne Stadt und sie wolle einfach hier leben bleiben. Rommel betont die kurzen Wege. „Ich bin keine Großstadtpflanze“, sagt Rommel. „Ich will einfach hierbleiben.“ Die vierte Frage: Der Ausbau der Bahnstrecke von Aalen nach Ulm und ein Museum für die hergestellten Dinge der SHW. Rommel verweist auf ihren Kontakt zum früheren OB von Stuttgart. „Ich finde Kontakte sehr, sehr wichtig.“ Es gebe sehr viele Fördermittel, die man als reges Stadtoberhaupt „anzapfen“ könne. Rommel verweist auf ihre Sprachkenntnisse in französisch und englisch, die auch für die Städtepartnerschaften geeignet seien. Bei der Bahnstrecke Aalen-Ulm benötige man ein Mobilitätskonzept, das man im Gesamten anschauen müsse. Jetzt ist die Redezeit überschritten und Rentschler beendet die Fragerunde. Viel Applaus zum Schluss.

20.19 Uhr: Die fünfte Kandidatin ist Catherine Rommel. „Schön hier oben“, beginnt Rommel. Der oder die neue OB präge die 20er Jahre von Aalen. Kontakte nachverfolgen sei zwar wichtig, doch es gehe auch darum, Kontakte zu pflegen. Sie wolle das stärken, was die Gemeinschaft zusammenhält - vor allem die Familien. „Mein Fundament ist die Familie“ - zusammen mit ihren erwachsenen Kindern seien sie ein Team. Rommel verweist auf ihre berufliche Stationen, durch die sie das „Rüstzeug“ für den OB-Posten erworben haben. „Berate nicht nur, kandidiere doch mal selbst als Oberbürgermeisterin“, haben ihr Freunde geraten. „Ich möchte mit Ihnen dieses Jahrzehnt des Umbruchs gestalten“, sagt Rommel. Aalen sei das wirtschaftliche Zentrum der Region. Man baue hier auf eine Jahrhunderte alte Industrietradition. Dazu gehörten auch die Hochschule und die Schulen. „Wir stärken, was unseren Wohlstand sichert“, sagt Rommel. Wirtschaftsförderung bedeute auch eine lebendige Innenstadt, Einzelhandel, Gastronomie. „Als Oberbürgermeisterin werde ich stärken, was uns als Gemeinschaft zusammenhält.“ Rommel betont jetzt die Bedeutung des Ehrenamts. „Mit mir wird es keine Kürzung der Übungsleiterpauschale geben“, sagt Rommel und spricht Rentschler direkt an. Gerade jetzt brauche es in den Vereinen die Stabilität. Es brauche auch einen Pflegebedarfsplan. Dazu solle es auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnittene Angebote geben. Dazu gehöre auch bezahlbarer Wohnraum. Rommel skizziert ein ganzheitliches Verkehrskonzept. „Mit mir werden Sie jemanden haben, der seinen eigenen Kopf hat“, sagt Rommel. Sie wolle sich niemandem andienen. Rommel möchte die achte Oberbürgermeisterin in Aalen werden. Starker Applaus am Ende.

Stefan Schmidt

20.12 Uhr: Es geht um „politische Veranstaltungen“, die der Gastronom Schmidt bei sich veranstalte, um der Testpflicht zu entgehen. „Wie kommen Sie darauf, dass wir Aalener so jemanden wie Sie als OB wollen?“ Es folgt der bislang größte und längste Applaus des Abends. Schmidt widerspricht den Vorwürfen. Bei der zweiten Frage geht es um den Radverkehr von Aalen. Schmidt verweist auf seine Leidenschaft als Radler und begrenzte finanzielle Mittel bei der Stadtverwaltung. Aber: „Radverkehr ist wichtig.“ Doch man könne ja nicht 12 Monate in unseren Breiten radeln. Die dritte Frage bittet um Argumente, für die Qualifikation als OB: „Weil ich der einzige bin, der die ganze Situation ganz klar einschätzt.“ Außerdem sei die Maskenpflicht quatsch und er mache „nicht alles im blinden Gehorsam mit“, der immer wieder in den vergangenen 90 Jahren Deutschland ins Verderben stürzte. Die vierte Frage bittet ihn darum, auch über seine Mitbewerber mal etwas Freundliches zu sagen. Schmidt betont, nicht alle Mitbewerber schlecht geredet zu haben. Ende der Fragerunde.

20.03 Uhr: Jetzt geht es schnell, schon ist Stefan Schmidt als Vierter dran. Der selbstständige Gastronom ist aus Alfdorf. Bürger aus Aalen hätten in zu seiner Kandidatur ermuntert. Schmidt erwähnt die steigende Politikverdrossenheit und die immer größer werdende Gruppe der Nichtwähler, die der Politik misstraue. Schmidt erwähnt die geringe Wahlbeteiligung von 36 Prozent bei der OB-Wahl in Aalen. Er appelliert, zur Wahl zu gehen und spricht von einer „Scheindemokratie“. Hier komme die Partei „Die Basis“ ins Spiel, die sich für mehr Beteiligung und Meinungsfreiheit einsetze. Die größte Mehrheit der gewählten Repräsentanten fühlten sich nicht mehr dem Bürger verpflichtet. Schmidt erwähnt die Bewerbung von Inge Birkhold, die von „Strippenziehern“ bewegt wurde, ihre Kandidatur zurückziehen. „Diese Strippenzieher sitzen auch hier im Saal“, sagt Schmidt. Er sei überzeugt, das Birkhold gewählt worden wäre. Diese Seilschaften müssten beendet werden. Dann kritisiert Schmidt seinen Mitbewerber Frederick Brütting und seine grüne Plakatwerbung. „Da war schon klar, dass die Grünen ihn unterstützen werden“, sagt Schmidt. Der dann auch ein Foto von Brütting kritisiert, auf dem er mit FFP2-Maske abgebildet werde. Es folgen weitere Vorwürfe und Anschuldigungen - Zwischenrufe und Buhrufe aus dem Publikum -. Bei der Digitalisierung der Kommunen gehe es seiner Ansicht nach nur um Kontrolle und Lenkung der Bürger, „wie es in China schon praktiziert wird“. Es erinnere ihn an das „Wahrheitsministerium“ aus Orwells Dystopie „1984“. Zögerlicher Applaus am Ende.

Matthias Müller

20 Uhr: In der ersten Fragerunde geht es um die mangelnde Verwaltungserfahrung, im Vergleich zu Brütting. Müller begründet, warum er trotzdem für das Amt geeignet sei und verweist auf die erfahrenen Amtsleiter. Es gehe darum, als Team zu arbeiten, das er zusammenbringe möchte. Eine zweite Frage möchte niemand an Müller stellen.

19.49 Uhr: Dritter Kandidat: Matthias Müller. Zuerst auch Biographie, in der es um seine gut funktionierende Patchworkfamilie geht. In Aalen ist er zur Schule gegangen. Beruflich habe ihn sein Weg später auch in ein U-Boot geführt, bevor er wieder nach Aalen wechselte. Im Gemeindevollzugsdienst will er seit 2013 „etwas bewegen“. „Heute sehe ich eine neue Chance, die ich auch nutzen will“, sagt Müller. Seine Ideen: Lebensqualität für Aalen mit wenig Leerständen und einer bunten gastronomischen Landschaft. Dazu gehöre auch ein enger Kontakt mit den Handelnden. Aalen sei auf einem guten Weg, auch als „Smart City“. Es benötige auch Spielflächen. „Die kleine Skaterpark an der Hochbrücke wird einer Stadt wie Aalen nicht gerecht“, sagt Müller. Die Stadtverwaltung müsse ein planerisches Gesamtkonzept mit allen Teilorten für mehr Freizeitflächen entwickeln. Das Engagement zahlreicher Gruppierungen möchte er unterstützen und vermitteln. Eventuell benötige es auch Berater von außen, um „Betriebsblindheit“ zu vermeiden. Er möchte Bürgersprechstunden für Junge und Alte einrichten. Bürgerbeteiligung soll zur arbeitnehmerfreundlichen Arbeitszeiten ausgebaut werden. Gerade nach der Corona-Krise benötige es eine ausreichende Wirtschaftsförderung - er möchte dafür eine Stabsstelle einrichten. „Das Kapital einer Stadt sind die Menschen. Die Zukunft sind die Kinder.“ Nach zehn Minuten wird Müller das Mikrofon abgestellt, es dauert etwas, bis Rentschler auf die Bühne kommt und die Fragerunde eröffnet.

Marcus Waidmann

19.43 Uhr: Zweite Frage: Geringere Parkgebühren sollen für Mehrkonsum führen? Waidmann begründet dies mit der längeren Verweildauer in der Stadt. Die dritte Frage: „Wie wichtig ist Ihnen das Thema Klimaschutz und das Klimagutachten der Stadt?“ Waidmann betont, das Thema ernst zu nehmen. „Mein Gefühl sagt mir, dass es darum geht, den Leuten hier etwas aufzuoktroyieren.“ Jetzt provoziert Waidmann Rentschler als Moderator der Veranstaltung und wünscht sich Ehrmann als Moderator. Rentschler ignoriert den Einwurf. Anschließend beantwortet Waidmann die Frage nach dem AfD-Lager mit: “Meuthen.“ Am Schluss gab es noch vereinzelte Buh-Rufe, als Waidmann erneut Rentschler provoziert.

19.40 Uhr: Die erste Frage: Politikverdrossenheit und Bürgerentscheide: Waidmann ergreift die Gelegenheit und betont und wiederholt sein Engagement für mehr Bürgerentscheide. Auch bei „Smart City“ gehörten Bürgerentscheide dazu. Mit Bürgerentscheide hätte das Aalener Rathaus so nicht ausgesehen, zeigt sich Waidmann überzeugt.

19.30 Uhr: Jetzt ist Marcus Waidmann dran. Seit 2019 sitzt er für die AfD im Aalener Gemeinderat. Zunächst stellt er seine Biographie vor. „Ich bin in Aalen geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen.“ Waidmann betont seine Zeit bei der Bundeswehr, zunächst bei der Kampfkompanie, anschließend beim Stab. BWL habe er in Bamberg studiert und im vierten Semester beendet und schließlich ein Chemiestudium in Stuttgart begonnen. Er beschreibt die Zeit, als er mit seiner Partnerin seine drei Kinder bekam. Er beschreibt jetzt seinen beruflichen Werdegang, der ihn auch in die Schweiz führte. Die Bürgerbeteiligung dort habe ihn sehr begeistert, sowie die „sehr selbstbewusste Bevölkerung“, die der „Obrigkeit“ auch „gehörig Paroli“ biete. Bürgerentscheide stünden bei ihm ganz oben auf der Agenda. „Dafür werde ich alles tun. Alles“, sagt Waidmann. 2002 kam er nach Deutschland zurück. Er spricht von der „Schuldenunion“, deshalb sei er zur AfD gegangen. Als Betriebswirt wolle er die Kosten senken und die Einnahmen steigern. Dazu müsse man viel für die Innenstadt tun, sie beleben. „Wir brauchen eine hohe Frequenz, wir brauchen eine hohe Verweildauer.“ Man benötige mehr Parkplätze. Nur so könne der Handel Umsätze machen und die Stadt könne die Einnahmen steigern. Waidmann streift nun auch das Thema Wohnbau. „So jetzt kommt die Sache zum Ende“, sagt Waidmann und appelliert, für Stimmen an ihn. Kurzer Applaus.

Frederick Brütting

19.28 Uhr: Zwischenfazit: Brütting bekam viel Zwischenapplaus und stellte in ruhiger und konstruktiver Art seine Pläne für Aalen vor. Nach zehn Minuten beendet Rentschler die Fragerunde.

19.24 Uhr: Dritte Frage: Was macht Brütting, wenn innerhalb der acht Jahre ein OB-Angebot aus einer größeren Stadt käme, da er Heubach während seiner Amtszeit verlasse? Brütting verweist auf seine erfolgreiche Wiederwahl in Heubach und verspricht, im Falle seiner Wahl auch in Aalen erneut zu kandidieren. In der vierten Frage und Antwort geht es um das, was für Kinder und Jugendliche getan werden sollte.

19.22 Uhr: Der zweite Fragesteller: „Warum halten Sie an der CO2-Ideologie fest?“ Brütting stellt klar: „Das ist keine Ideologie, das sind Fakten.“ Applaus. Brütting unterstreicht seine Überzeugung, den CO2-Ausstoß zu verringern, vor allem in Städten.

19.18 Uhr: Viel Applaus gibt es für Brüttings Beitrag. Jetzt ist Zeit für Fragen. Die erste hat „Smart City“ zum Thema. Die Fragestellerin sorgt sich um „Künstliche Intelligenzen“ und „Enteignungen“. Brütting geht in seiner Antwort auf die Herausforderungen der Digitalisierung ein. Dazu gehöre auch das schnelle Internet. Digitale Lösungen braucht es in der Verwaltung, trotzdem sei der persönliche Kontakt „durch nichts zu ersetzen“. So könne man auch um Vertrauen werben.

19.10 Uhr: Frederick Brütting darf als erster Kandidat ans Rednerpult, das zuvor nochmal desinfiziert wird. Brütting erinnert an den Aufstieg Aalens, getragen von einer selbstbewussten Bürgerschaft. Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Wirtschaft, Handel und Ehrenamt nach der Pandemie - dafür würden jetzt die Bürger die Entscheidung bei der Wahl fällen. Er verweist auf seine Erfahrung im Amt des Bürgermeisters von Heubach. „In Aalen habe ich gelebt, Abitur gemacht und war im Gemeinderat“, sagt Brütting. Die Ostalb sei für ihn, seine Frau und seinen Sohn die Heimat. In der Kommunalpolitik gehe es um den Kopf und den Bauch. „Es wäre eine Ehre für mich, für Sie arbeiten zu dürfen“, sagt Brütting. Sehr viel Wert wolle er auf Bürgerbeteiligung legen. „Für mich war Bürgerbeteiligung nie lästig“, sagt Brütting und spricht von einem „Stil auf gegenseitiger Augenhöhe“. Er wolle über alle Fraktionsgrenzen Mehrheiten herstellen. Es brauche alle, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Er zeichnet eine Vision der zukünftigen Innenstadt, mit allen Teilorten, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Aalen soll auch Vorreiter beim Klimaschutz werden. Eine gerechte Stadt, in der man gut und sicher leben könne, soll Aalen werden.

19.02 Uhr: Amtsinhaber Oberbürgermeister Thilo Rentschler tritt jetzt ans Rednerpult und begrüßt als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses zum „besonderen Abend in der Stadthalle“. Auch der frühere OB Ulrich Pfeifle ist da. „Heute ist ein ganz, ganz wichtiger Tag für die Stadt, für die gesamte Bürgerschaft“, sagt Rentschler. Jetzt stellt er zunächst die formalen Kriterien für die OB-Wahl vor. Nur der aktuell sprechende Bewerber-Kandidat darf im Saal sein, die anderen müssen im Backstage-Bereich auf ihren Auftritt warten.

18.55 Uhr: Laut Auskunft der Stadtverwaltung sind rund 250 Plätze belegt. Die Saaltüren schließen sich jetzt, es gongt nun zum dritten Mal. Man will offenbar pünktlich beginnen.

18.50 Uhr: Zehn Minuten vor Beginn sind noch zahlreiche Plätze frei. In der Stadthalle herrscht strikte Maskenpflicht. Nur zwei Personen aus einem Haushalt dürfen nebeneinander sitzen, ein Platz muss frei bleiben.

18.40 Uhr: Beginn in der Stadthalle ist um 19 Uhr. Die Bewerberin und die Bewerber haben jeweils zehn Minuten Rederecht. Anschließend dürfen Sie noch jeweils zehn Minuten Fragen beantworten. Die Reihenfolge orientiert sich am Eingang der offiziellen Bewerbung. Zur Wahl stehen:

Frederick Brütting (37), Jurist und Bürgermeister aus Heubach:

 Frederick Brütting

Seit 2011 ist Frederick Brütting Bürgermeister der Stadt Heubach. Dort lebt der studierte Jurist mit seinem Sohn und seiner Frau. Er gab seine Bewerbung als erster aller Kandidaten ab und wird von der SPD unterstützt. Sollte er als Oberbürgermeister gewählt werden, will er laut eigenen Angaben aber nach Aalen ziehen, wo er in der Vergangenheit bereits als Stadtrat aktiv war. Sein Motto: „Das Alte muss nicht immer verschwinden, damit Neues entstehen kann.“ Auf seiner Agenda steht demnach etwa, leerstehende Läden in Aalen wieder mit Leben zu füllen oder den Rathausplatz „endlich ordentlich“ zu machen. Außerdem will er sich dafür einsetzen, Aalen klimafreundliche und sozial zu gestalten. 

Matthias Müller (54), Angestellter beim Gemeindevollzugsdienst aus Aalen:

Matthias Müller

Matthias Müller ist in Aalen geboren, dort lebt er gemeinsam mit seiner Frau in einer Patchworkfamilie. Er selbst gibt zu, bislang keine politische Erfahrung zu haben, sei aber Teil des Mittelstands. Durch seine Arbeit im Gemeindevollzugsdienst kenne er die Sorgen und Nöte der Menschen in Aalen besonders gut.

Marcus Waidmann (54), Selbstständiger aus Aalen:

OB-Kandidat und AfD-Mann Marcus Waidmann.

Marcus Waidmann ist in Aalen geboren und aufgewachsen, mit seiner Lebensgefährtin hat er drei Kinder. Seit 2019 sitzt er für die AfD im Aalener Gemeinderat. Wichtig sei ihm die Mitbestimmung der Bürgerschaft bei zukunftsweisenden Entscheidungen. Für Projekte wie das Kombibad oder das Stadtoval wünsche er sich etwa Beteiligungsmöglichkeiten wie Bürgerentscheide. Angesichts der Coronapandemie fordert er eine „schnellstmögliche Rückkehr zur Normalität“. Insgesamt möchte er den innerstädtischen Handel, genauso wie das Vereinsleben, stärken. 

Stefan Schmidt (54), Gastronom aus Alfdorf:

Stefan Schmidt

Stefan Schmidt betreibt gemeinsam mit seiner Frau ein Restaurant in Alfdorf. Ganz oben auf seiner Agenda stehen eigenen Angaben nach zufolge die Kritik rund um die Corona-Maßnahmen. Damit machte er sich bereits in der Vergangenheit einen Namen in der Region. In Schwäbisch Gmünd meldete er bereits mehrfach die sogenannten „Marktplatz-Demos“ gegen Corona-Maßnahmen an

Catherine Rommel (56), Kommunalberaterin aus Stuttgart:

Catherine Rommel

Catherine Rommel ist Enkelin von Erwin Rommel, dem „Wüstenfuchs“, und Tochter Manfred Rommels, dem ehemaligen Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart. Dort, in Stuttgart-Sillenbuch, ist die Mutter zweier erwachsener Kinder auch als Bezirksrätin aktiv. Von ihrem Vater hat sie, wie sie selbst sagt, viel gelernt und die Werte „weltoffen, liberal, tolerant“ durch ihn verinnerlicht. Auch wenn sie die Unterstützung der CDU hat, wolle sie keine „Parteisoldatin“ sein. Sollte sie Aalens neue OB werden, möchte sie Innenstadt und Teilorte nach der Coronapandemie wiederbeleben. Die Stärkung von Wirtschaft, Bildung und Betreuung stehen ebenfalls auf dem Plan.

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