Katzenstein und Frickingen an einem Abwassernetz

+
Katzenstein und Frickingen am modernen Abwassernetz. Über das gelungene Gemeinschaftsprojekt freuen sich (v.l.): Guido Ochs, Kämmerer der Stadt Heidenheim, Josef Weber, Ortsvorsteher Großkuchen, Ingenieur Helmut Kolb und die Bürgermeister von Dischingen,
  • schließen

Wie auf dem Härtsfeld übergreifend Lösungen in Sachen Abwasser realisiert werden.

Dischingen. Am Ortsrand von Katzenstein steht rechts, in Richtung Härtsfeldsee, ein unscheinbares, neues Betriebshäuschen. Das ist so gut wie alles, was man seit vergangenem Jahr „oberirdisch“ vom modernen Abwassersystem für Frickingen und Katzenstein mitbekommt. Was wurde getan? Mit Beginn 2017/18 haben Dischingen und der Abwasserzweckverband viel Geld in die Hand genommen, um als eine der letzten Ortschaften auf dem Härtsfeld die beiden kleinen Teilorte mit rund 500 „Einwohnerwerten“ an die Gruppenkläranlage des Abwasserzweckverbandes „Härtsfeld“ im bayerischen Dattenhausen anzuschließen.

„Stilllegung und Rückbau der alten Kläranlage in Katzenstein und ordnungsgemäße Reinigung des Regenwassers im Mischsystem, was vorher nicht so war“, nannte Ingenieur Helmut Kolb aus Steinheim weitere Ziele der Maßnahme. „Die Anbindung an eine leistungsstarke Kläranlage und Zugriff auf das System über Fernwirktechnik von der Hauptanlage aus, führt auch zu einer wesentlichen Verringerung der Betriebskosten“, schloss Kolb.

Jetzt wird, laienhaft dargestellt, das restliche Abwasser von Frickingen und Katzenstein gesammelt, und fließt über eine rund 1,2 Kilometer lange Leitung beim Härtsfeldsee in den Kanal aus Neresheim und weiter nach Dattenhausen.

Klingt banal, war aber sehr viel Aufwand. So musste die Leitung unter anderem unter Landstraße und Eisenbahntrasse durch. „Ohne die Hilfe vom Land hätte Dischingen das nie stemmen können“, bedankte sich Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl.

Die Kosten: 1,41 Millionen fielen für Dischingen, rund 600 000 Euro für den Abwasserzweckverband an. Zuschüsse gab es in Höhe von knapp über einer Million für die Gemeinde und 250 000 Euro für den Zweckverband. Fazit von allen Rednern: „Es hat alles super geklappt und vielen Dank an alle, vor allem an die Grundstückbesitzer, die den Bau ermöglichten.“

Der Hintergrund

Schon vor über 40 Jahren haben sich Neresheim, Heidenheim, Nattheim, Dischingen und der Wasserverband Egau zum Abwasserzweckverband Härtsfeld zusammengeschlossen und in Ziertheim-Dattenhausen (Bayern) eine Sammelkläranlage gebaut, die 1993 in Betrieb ging und vor vier Jahren modernisiert wurde. Der Standort wurde gewählt, um die Anlage außerhalb des Natur- und Wasserschutzgebiets errichten zu können. Vorsitzender des Verbandes ist Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele. Heribert Andres

Zurück zur Übersicht: Aalen

WEITERE ARTIKEL

Kommentare