Kein Löwen-Deal für Christina Schwarz

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Die Aalenerin Christina Schwarz präsentierte ihr Produkt in der Fernsehshow „Die Höhle der Löwen“.

Die Aalenerin hatte gute Karten für einen Deal. Warum er doch platzte.

Aalen. Zuerst schien es für Christina Schwarz (30) sehr gut zu laufen. Alle Löwen waren begeistert von ihrem Produkt „Fitoatly“. In der Sendung ergatterte sie sogar einen Deal von Löwe Nils Glagau, der dann nachträglich doch nicht zustande kam.

Die Idee für die Frühstücksbowl kam der Aalenerin vor etwa drei Jahren. Ernährung war schon immer ein großes Thema in ihrem Leben, denn nachdem sie jahrelang an einer Essstörung litt, startete sie mit Fitness. Im diesem Bereich lief es für Schwarz sehr gut, denn sie gewann als Bodybuilderin mehrere Preise. 2018 startete Christina Schwarz dann mit Fitoatly auf Instagram, veröffentlichte Bilder und Rezepte. Während dieser Zeit studierte die junge Sportlerin gerade BWL mit Schwerpunkt Start-up-Management. Entwickelte den gesunden Haferbrei mit drei verschiedenen Geschmacksrichtungen und bewarb sich damit bei „Die Höhle der Löwen“.

Mit ihrem Pitch kam Christiana Schwarz bei den Löwen sehr gut an. Nach einem Geschmackstest betonte die Unternehmerin Judith Williams noch mal: „Dein Produkt ist fantastisch, gigantisch“. Eine Meinung, die auch von den anderen geteilt wurde. Christina Schwarz bot den Löwen 25 Prozent der Firmenanteile in Höhe von 80 000 Euro an. Doch nach und nach schwand die Unterstützung, erklärten die Löwen, dass sie nicht investieren möchten, weil sie ein großes Problem darin sehen, dass das Produkt gekühlt werden muss. Wie die anderen Löwen zeigte sich auch Orthomol-Chef Nils Glagau von dem Produkt und Christina Schwarz selbst sehr begeistert. Er betonte, dass sie eine Kämpferin sei, was man auch an ihrem Lebenslauf sehen könne. „Es stimmt, die Kühlkette ist schwierig, aber nicht unmöglich, sonst würden heute keine Produkte im Kühlregal stehen“, sagt er dazu. Er finde den Deal fair und gehe diesen Schritt zusammen mit Christina Schwarz.

Diese hatte selbst die Sendung noch einmal im Fernsehen verfolgt. „Es war ziemlich spannend, da ich ja nicht wusste, wie der Sender die Aufnahmen zusammenschneidet. Ich hab von vielen Bekannten und Freunden viel positives Feedback zur Sendung und zum Produkt bekommen“, sagt sie danach.

Nachträglich ist der Deal zwischen Nils Glagau und Christina Schwarz dann doch geplatzt. Der erste Schritt kam zwar von der Seite des Löwen, jedoch hatten beide Parteien andere Vorstellung, in welche Richtung die Sache sich entwickeln soll.

Wie geht es nun weiter? „Ich habe dreimal so viele Bestellungen erhalten, als eigentlich erwartet. Da ich nicht vorproduzieren kann, werde ich die Bestellungen nach und nach abarbeiten. Derzeit gibt es die Haferbowl nur in meinem Online-Shop zu kaufen aber das nächste Ziel ist es dann einen Kühlregalplatz im Einzelhandel zu bekommen“, sagt Christina Schwarz.

In der Sendung selbst bestellt Unternehmer Carsten Maschmeyer 1000 Stück. Christina sagt dazu: „Die Bestellung war als Spaß gemeint. Bisher ist sie nämlich noch nicht eingetroffen, aber vielleicht fühlt er sich jetzt unter Druck gesetzt und bestellt doch noch.“ Julia Maier

Mehr zum Thema: Aalenerin in der „Höhle der Löwen“

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