Kita St. Barbara im Westheim wird aufgegeben

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Das Gebäude des Kindergartens St. Barbara im Westheim leidet unter einem massiven Sanierungsstau. Foto: hag
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Wohin die zwei Ü3-Gruppen mit insgesamt 44 Plätzen dann verlagert werden.

Aalen-Wasseralfingen. Sanieren, aufgeben und neu bauen - oder etwas ganz anderes? Seit Jahren schon diskutieren der Kindergartenträger, die katholische Kirchengemeinde Wasseralfingen, und die Stadt Aalen immer wieder erneut über die Zukunft der Kita St. Barbara im Westheim. Die Kita dort besteht aktuell aus zwei Ü3-Gruppen mit insgesamt 44 Plätzen.

Der Grund: Das knapp 50 Jahre alte Gebäude leidet massiv unter einem Sanierungsstau. Wie Katja Stark, Leiterin des Amtes für Soziales, Jugend und Familie in der jüngsten Sitzung des Wasseralfinger Ortschaftsrats berichtete, seien seit 1990 neben einer Dacherneuerung und einer neuen Heizungsanlage nur kleinere Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude vorgenommen worden.

Welche Alternative ausscheidet: Die Überlegung, das Sieger-Köder-Haus für die Aufnahme von Kindergartengruppen umzubauen, hat die Stadtverwaltung inzwischen verworfen. Denn bei einer Vor-Ort-Besichtigung des 120 bis 130 Jahre alten Gebäudes im November 2022 habe der Architekt am Schluss festgestellt, dass der Umbau in Aufwand und Kosten einem Neubau gleichkommen würde.

Als bevorzugte Lösung schlagen die katholische Kirchengemeinde und die Stadtverwaltung nun die Stärkung des Kita-Standorts Don Bosco in der Kolpingstraße vor. Im Gespräch sind Sanierung und Erweiterung der dortigen Kita um zwei Gruppen auf dann insgesamt sechs Gruppen. „Weitere werden folgen“, prognostizierte Katja Stark.

Was für Don Bosco spricht zählte Katja Stark auf: Zum einen ist es das „riesige Grundstück“, auf das fast eine zweite Kita passe. Zum anderen könnten auch die vorhandenen großzügigen Raumkapazitäten genutzt werden. Stark denkt da vor allem an die Hausmeisterwohnung, in der aktuell freie Flächen zur Verfügung stehen. „Wenn erforderlich, wäre auch ein Anbau an das Gebäude möglich.“ Kirche und Kirchengemeinderat seien grundsätzlich auch bereit, zu investieren, ergänzte die Amtsleiterin.

In welcher Höhe sich die Stadt an der Finanzierung von Sanierung und Erweiterung beteiligt: Für die Planungskosten, maximal 50 000 Euro, gibt es gemäß Kita-Vertrag einen städtischen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent, also 35 000 Euro. Falls der Aalener Gemeinderat dem von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Sonderfinanzierungsprogramm“Sofi“ für die Kinderbetreuung zustimmt, würde sich der Zuschuss auf 80 Prozent erhöhen. Der Anteil der Stadt wäre dann 40 000 Euro.

Bei einer Enthaltung (Franz Fetzer, FW), stimmten die Ortschaftsräte für den Verwaltungsvorschlag.

Die Entscheidung trifft der Aalener Gemeinderat am 15. Februar in öffentlicher Sitzung. Zuvor wird der Kultur-,Bildungs- und Finanzausschuss der Stadt Aalen (KBFA) das Thema am 1. Februar vorberaten - ebenfalls öffentlich. 

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