Kreative Jugendliche für Schreibwettbewerb gesucht

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Die Direktorin des Aalener Albstifts, Andrea Schneider, spricht über den diesjährigen Jugendliteraturwettbewerb.
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Die Direktorin des Albstifts Andrea Schneider über das diesjährige Thema „Nimm's leicht“.

Aalen. Das Kuratorium Wohnen im Alter, kurz das KWA Albstift, in Aalen lobt auch in diesem Jahr einen Jugendliteraturwettbewerb aus. Das Thema, zu dem junge Menschen aufgerufen sind, Texte zu schreiben, heißt „Nimm’s leicht“. Das Preisgeld, das der Förderverein auslobt, beträgt 300 Euro – allein für den 1. Preis. Stiftsdirektorin Andrea Schneider spricht im Interview mit SchwäPo-Redakteurin Ulrike Schneider über das Thema, den Wettbewerb und die Motivation teilzunehmen.

In diesem Jahr hat sich das Albstift für das Thema „Nimm’s leicht“ entscheiden. An was denken Sie dabei?

Andrea Schneider: Die Aufforderung „Nimm’s leicht“ zeigt ja gleich, wohin es geht. Wir sollten im Alltag Dinge manchmal einfach nicht so hoch hängen, so wichtig nehmen. Das denke ich, spricht die Jugendlichen an. Vor allem vor dem Hintergrund, dass viele, ob jünger oder älter, in den vergangenen zwei Jahren die Leichtigkeit verloren haben.

Das bedeutet? 

Nach der langen Zeit mit strengen Regeln während der Pandemie muss man diese Leichtigkeit wieder neu lernen, vielleicht auch gemeinsam neu ins Bewusstsein rufen und die Leichtigkeit des Lebens wieder spüren lernen. Da haben unsere Jugendlichen, wir alle, viel nachzuholen.

Lässt sich hier ein Bogen zu den Bewohnern und Bewohnerinnen des Albstifts spannen?

Ja, sicher. Im Alter kann man mit Kleinigkeiten, die vom Alltag abweichen, weniger leicht  umgehen, als in jüngeren Jahren und auch da passt dann der Appell, „Nimm’s leicht!“. Es geht auch im Alter darum, was ist wichtig, worauf kommt es tatsächlich an. Dahinter steckt: Vergräm dich nicht in Kleinigkeiten.

Und noch ein Bogen. Warum schreibt gerade das Albstift einen Jugendliteraturwettbewerb aus?

Es ist immer wichtig, Generationen zusammenzubringen und zu verbinden. Dazu gehört auch, ältere Menschen dahin zu führen, womit die Jugend sich beschäftigt und was sie umtreibt. Unsere Bewohner haben aufgrund ihres Alters eine gute Verbindung zur Literatur und sind zum Teil auch sehr belesen, sind philosophisch gebildet. Da lohnt auch mal der Blick in die Literatur, die die Jugend liest und auch selbst verfasst.

Haben Sie in dieser Hinsicht Erfahrungen aus bisherigen Wettbewerben? 

Aus früheren Wettbewerben – es ist seit 2015 mittlerweile die 7. Auflage – haben wir die Erfahrung gemacht, dass es tolle Werke und Aussagen von Autoren und Autorinnen gibt, die überraschen, die unsere Bewohner begeistern und beeindrucken. Diese Idee steckt auch wieder hinter dem diesjährigen Jugendliteraturwettbewerb des Albstifts. Es geht darum, dass man Kontakte und Verständnis schafft, und darum, dass man sich gegenseitig damit auseinanderzusetzen, womit sich der jeweils andere in seiner Lebensphase beschäftigt, was er denkt, was ihn umtreibt.

Jetzt noch einige Fragen zu den Fakten. Der Förderverein lobt jedes Jahr ein Preisgeld aus?

Ja, natürlich auch in diesem Jahr. Den 1. Preis honoriert der Förderverein des KWA Albstift mit 300 Euro. Aber auch für den 2. und 3. Preis gibt es eine adäquate Summe.

Kann jede oder jeder, der will und schreiben mag, mitmachen?

Es dürfen sich Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren angesprochen fühlen, die gern kreativ Schreiben. Die Erfahrung seit 2015 zeigt, dass häufig auch Lehrerinnen und Lehrer ihren talentierten Schülerinnen und Schülern den Tipp zum Wettbewerb geben und diese sogar dann bei der Teilnahme am Wettbewerb unterstützen.

Gut zu wissen

Beim 7. Jugendliteraturwettbewerb des KWA Albstift gibt es Preisgelder mit einer Gesamtsumme von 500 Euro. Das diesjährige Thema lautet: „Nimm's leicht“.

Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren.

Einsendeschluss ist der 6. November 2022.

Weitere Infos gibt's online unter www.kwa.de

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