Kritik an Straßensperrung, Blühstreifen und mehr Licht für Wasseralfingen

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Blick auf die Baustelle in der Wilhelmstraße im Oktober vergangenen Jahres. Zwar sind die Arbeiten weiter, aber noch immer nicht fertig. Das haben jetzt die Wasseralfinger Ortschaftsräte kritisiert.
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Was die Wasseralfinger Ortschaftsräte beschließen und warum sie die Sperrung der Wilhelmstraße kritisieren.

Aalen-Wasseralfingen.  Der Abbau von Sand auf dem Bürgle, die Sperrung eines Teils der Wilhelmstraße, ein neuer Straßenname für Treppach und eine neue Straßenbeleuchtung waren Thema im Ortschaftsrat Wasseralfingen.

Abbau von Sand

Der Abbau von Sand auf einer städtischen Wegfläche auf dem Bürgle entfachte im Ortschaftsrat eine Diskussion. Josef Anton Fuchs betonte, dass die CDU nur unter bestimmten Voraussetzungen dem zustimme. Das Biotop am Wegesrand müsse erhalten bleiben. Dort laiche die Kreuzkröte. Deshalb dürfe auch erst Ende August mit den Arbeiten dort begonnen werden. Zudem sei der Weg völlig überflüssig. Es mache mehr Sinn, statt ihn wieder mit Schotter herzustellen, einen Blühstreifen zu realisieren. 

Franz Fetzer forderte ein, das Auffüllen nach dem Sandabbau besser zu kontrollieren. „Damit das Gelände später nicht höher ist als das umliegende Areal“, sagte er. Es gebe Stellen auf dem Bürgle, da sei wohl mehr wieder eingebaut worden, als vereinbart. „Das bringt ja auch Geld“, so der Freie-Wähler-Ortschaftsrat.

Sigrun Huber-Ronecker schloss sich für die Grünen der Ansicht des CDU-Ortschaftsrats Fuchs an. Josef Kurz (Grüne) meinte, die beiden Sand abbauenden Unternehmen könnten die Bürgschaft von 20.000 Euro, die für die Wiederherstellung des Schotterwegs hinterlegt sei, für weitere, neue Biotope dort einsetzen. In wieweit das rechtlich möglich sei und dass dies   entsprechend in einem Vertrag festgehalten werde, damit beauftragten die Ortschaftsräte Philipp Bandel von der Stadtverwaltung.

Kritik an Straßensperrung

Ortschaftsrat Armin Abele bezeichnete die Sperrung der Wilhelmstraße zwischen Aldi und Brauerei als ein „große Katastrophe“. Es stelle sich die Frage, wie die Arbeiten vergeben worden seien. „Es ist nicht zu erkennen, dass hier systematisch gearbeitet wird“, sagte er. Bei der Vergabe von Arbeiten für eine solch wichtige Achse müsse auf Effizienz hingewirkt werden.  Ortsvorsteherin Andra Hatam betonte, sie wisse, dass die Firma bis Ende Mai fertig sein müsse. Sie werde aber beim Tiefbauamt nachhaken, ob alles innerhalb des Terminplans sei. Josef Anton Fuchs warf ein, dass es Vergaben gebe, die man mit einem gewissen großzügigen Zeitfenster versehe, um so günstigere „Preise“ zu erhalten. Dies gelte, so Kurz, aber nicht für die Wilhelmstraße.

13 Mastleuchten

In der Bismarckstraße und in der Karl-Keßler-Straße verlegen die Stadtwerke die Stromleitungen in die Erde und bauen Dachständer ab. In diesem Zusammenhang soll auch die Straßenbeleuchtung erneuert werden.  In der Bismarckstraße werden daher 13 neue Mastleuchten gesetzt. In der Karl-Keßler-Straße werden die Stromleitungen in der Erde erneuert und damit die Leuchten,  soweit keine Beschädigungen vorliegen, weiter verwendet. Die Beleuchtung wird mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 224.000 Euro.

Neuer Name

Die Erschließungsstraße im Neubaugebiet Treppach West erhält den Straßennamen „In der Breite„. Der Name beziehe sich auf den alten Flurnamen „Breite“, der auf   früher oftmals besonders große landwirtschaftliche Flurstücke hinweise.

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