Guten Morgen

Lebensretter im Garten

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ulrike wilpert

Ulrike Wilpert über Freud und Leid im trockensten Sommer seit 100 Jahren.

Freud und Leid liegen bekanntlich nah beisammen. Wie gerade jetzt in diesem Extremsommer, im heimischen Garten. Während seltene Trockenheit und Dürre den grünen Rasen längst in eine braune Wüste verwandelt haben, gedeiht es auf der Terrasse paradiesisch. Die üppig weiß und rot blühende Dipladenia scheint gar nicht genug zu bekommen von Sommer, Sonne und Hitze. Unermüdlich schwirrt und brummt es um die süß lockenden Blüten. Besonders die Kolibri ähnlichen Taubenschwänzchen haben an ihnen einen Narren gefressen. Die quirligen Falter stecken ihren fast drei Zentimeter langen Rüssel tief hinein in die Blüte, lassen sich vom süßen Nektar betören und ... bleiben mit ihrem langen Riecher in der tödlichen Falle hängen. Wenn da nicht die helfende Hand wäre, die die Blüte abzwickt und die Blütenröhre vorsichtig auseinander blättert, um den Rüssel des ermatteten Schmetterlings zu befreien. Wie war das noch? Jeden Tag eine gute Tat. Die Taubenschwänzchen jedenfalls machen's einem damit in diesem Sommer leicht.

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