Leuchtende Augen und ein bisschen Muskelkraft

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Ein Weihnachtsbaum wird in Rauental mittels einer Drehkurbel und eines Dynamos betrieben Foto: glo
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Wie ohne Strom aus dem Netz ein Weihnachtsbaum erstrahlen kann.

Aalen-Rauental. Strom sparen und gleichzeitig einen leuchtenden Weihnachtsbaum rund um die Uhr bestaunen können? In Rauental ist das kein Widerspruch.

Wie in den vergangenen Jahren hat es sich die Gemeinschaft der Handwerksbetriebe nicht nehmen lassen, zu Beginn der Adventszeit einen schönen Weihnachtsbaum am westlichen Ortseingang Richtung Aalen unter dem Motto „Es werde Licht“ aufzustellen. Der aktuellen Situation geschuldet haben sich die Verantwortlichen in diesem Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen. Der Baum wird ohne Strom aus dem Netz beleuchtet, sondern mit Hilfe einer Drehkurbel, die einen Dynamo antreibt, der wiederum die über 100 Meter lange Lichterkette zum Leuchten bringt. Am Samstag konnten sich nach einem Laternenlauf die Rauentaler Familien und Bewohner selbst davon überzeugen, wie viel Spaß es macht, den Baum, so oft man möchte, zum Leuchten zu bringen.

Eine eigens dafür aufgestellte kleine Hütte, in der sich die Technik befindet und wie ein kleiner Stall oder die Weihnachtskrippe aussieht, fügt sich harmonisch in das Gesamtensemble auf der kleinen Verkehrsinsel. Angeführt von zwei Eseln, die am Ziel mit frischem Heu aus der Krippe belohnt wurden, kamen am Samstagabend die Kleinen mit ihren Laternen und konnten es kaum erwarten, selbst die Kurbel zu drehen und den Baum zum Strahlen zu bringen. Denn ohne körperlichen Einsatz gibt es auch keinen leuchtenden Weihnachtsbaum. Aber auch das macht Spaß und auch ein bisschen warm. Nach dem gemeinsamen Singen unter dem Baum ging es zurück zum Startpunkt des Laternenumzugs zur Metallgestaltung und Kunstschmiede Bayer, wo man den Abend bei Tee, Punsch und Gebäck gemütlich ausklingen ließ. Rauental macht´s, allen voran die Kunstschmiede Bayer, Holzbau Höfer, Schebesta-Kreativer Ofenbau, Hans Siewerth-Stuckateure und Mike Adrians-Garten und Landschaftsbau. Denn soviel steht fest. Sie sind nicht nur die Handwerker vor Ort, sie sind auch innovativ, kreativ und reagieren obendrein auf die Zeichen der Zeit. ⋌Uwe Glowienke

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