Martin Kirsch löst Ulrich Rossaro an der Spitze ab

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Der Vorstand des Stadtverbands Sport mit Sportbürgermeister Karl-Heinz Ehrmann (2.v.r.), Sportkreisvorsitzender Manfred Pawlita (2.v.li.). Vorne der neue Vorsitzende Martin Kirsch (Mitte), rechts der scheidende Vorsitzende Ulrich Rossaro. Foto: je
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Was der scheidende Vorsitzende des Stadtverbands der Sporttreibenden Vereine Aalen moniert.

Aalen. Der Stadtverband der Sporttreibenden Vereine Aalen hielt in der Gaststätte Hirschbach seine Jahreshauptversammlung ab. Dabei wurde Martin Kirsch zum neuen Vorsitzenden als Nachfolger des nach 16 Jahren scheidenden Ulrich Rossaro gewählt.

Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann blickte auf ein für die Sportstadt ereignisreiches Jahr zurück. So wurde die Sportlerwahl wieder in einem attraktiveren Format durchgeführt, es gab unterem anderem den Mountain-Bike-Weltcup mit Schulsporttag, „Aalen sportiv“, größere Investitionen in Sportanlagen und eine Erhöhung der Übungsleiterförderung. Zudem sei das Kombibad am Entstehen und die STB-Gala werde Anfang 2023 wieder veranstaltet.

Ulrich Rossaro monierte in seinem letzten Bericht, dass bisher zu wenig aus dem 2015 erstellten Sportstättenentwicklungsplan entstanden sei. Vor allem an öffentlich zugänglichen Sportanlagen, wie Laufwegen, Kunstrasenfelder, Sportspielfelder, fehle es in der Stadt. Mit 14 Euro je Vereinsmitglied sei der Sport in der Stadt unterfinanziert im Vergleich zu seiner wichtigen Rolle in der Gesellschaft. Gut sei aber, dass die Stadt die Hallenmieten vorläufig nicht erhöhen wolle und die Übungsleiter-Pauschalen erhöht habe.

Er kritisierte, dass es nach wie vor zwei Stadtverbände Sport gebe. Das erschwere die Verhandlungen mit der Stadt. Und er monierte, dass der Gemeinderat den neuen Sportplatz der TSG Hofherrnweiler mit 100 Prozent bezuschusst habe, entgegen der geltenden Regeln und dem Vorschlag der Verwaltung. „Das ist keine Kritik an der TSG, sondern am Beschluss des Gemeinderats“, betonte er. Schatzmeister Dietrich Grahn berichtete von bescheidenen, aber zufriedenstellenden Zahlen.

Das Thema Gewaltprävention und Jugendschutz rückt auch im Stadtverband in den Vordergrund. So erhöht die Stadt die Übungsleiterpauschale für solche, die an einem Lehrgang zu diesem Thema teilnehmen. Im Frühjahr werde ein Seminar des WLSB im Raum Aalen stattfinden. Das bestätigte auch der Sportkreisvorsitzende Manfred Pawlita. Man müsse heute als Verein vor allem Kinder schützen, aber auch die Übungsleiter vor falschen Anschuldigungen mit entsprechender Ausbildung, mit geänderter Satzung und mehr. Vereine müssten auch ihr Angebot ergänzen, um nach der Pandemie Mitglieder – vor allem Kinder – zurückzugewinnen.

Bei den Wahlen wurden Schatzmeister Grahn, der technische Leiter Thomas Meyer und die Öffentlichkeitsreferentin Britta Sturm wieder gewählt. Neu gewählt wurde als Kassenprüfer Karl-Heinz Vandrey für Willi Sorg, und Martin Kirsch, Vorsitzender des Post SV Aalen, als neuer Vorsitzender. Ulrich Rossaro gab sein Amt nach 16 Jahren ab. Ihm dankten Ehrmann und der Stadtverbandsvize Uwe Mohr für seine Arbeit.

⋌Jürgen Eschenhorn

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