„Martini on ICE“ und der tragische Franke

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Nina Ammon bei ihrer beeindruckenden Tanzimprovisation.

Lehrerensemble der Musikschule wartet mit großer Vielfalt auf.

Aalen. Das Lehrerensemble der Musikschule wartet bei seinem Konzert mit einer großen musikalischen Vielfalt auf. Wo eben noch Streicher mit Oboe eine lebhafte schottische Serenade anstimmten, wurde wenig später Platz gemacht für ein Duo mit Saxophon und E-Gitarre (Christian Bolz und Paulus Ott). Die Pianistin Francesca Tortora trug meisterlich ein Preludium des russischen Pianisten Skrijabin vor. Das Besondere daran: Das Stück wurde nur für die linke Hand komponiert.

Charmant kündigte der Klarinettist Merlin Felix einen Titel des fast vergessenen Zeitgenossen Mozarts, des „tragischen Franken“ Carl Andreas Göpfert an, das er zusammen mit Birgit Trost (Violine), Stephan Kühling (Viola) und Slava Kiselev (Cello) leidenschaftlich-schön interpretierte. „Durchhalten“, ein hochkomplexes Solo auf der Snair, trug Philipp Schiegl in technischer Präzision vor.

In eine ganz andere Richtung gingen das Adagio und Rondo von Franz Koczwara - denn die expressionistische Tanzimprovisation von Nina Ammon, ihre kraftvollen Gesten bildeten einen faszinierenden Kontrast zur getragenen Klassik. Zusammen mit den Sopranistinnen Kerstin Barwitz und Chloe Shinn und Marina Wulf am Klavier geleitete der Leiter der Musikschule, Chris Wegel, das Publikum in das pulsierende Berlin der 20er Jahre. Christian Bolz servierte seine Eigenkomposition „Martini on ICE“.

Martini on ICE Foto: privat

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