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Meine Zahl des Tages

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Bea Wiese über ein Kunstwerk und einen Namen, der Erinnerungen weckt.

Meine Zahl des Tages ist 8,4. Millionen. Nein, überraschenderweise handelt sich nicht um eine neue Corona-Marke. Damit würden wir uns auch nie zu scherzen erlauben. Na gut, fast nie. Hier geht's um 8,4 Millionen Euro. Zu diesem Preis wurde jetzt ein Bild des britischen Künstlers Banksy versteigert. "Eine ironische Neuinterpretation eines Claude-Monet-Gemäldes", heißt es feinsinnig in einschlägigen Kreisen. Für Kunstbanausen: Monet – ja genau, das Bild mit dem Garten, dem Brückle und dem Seerosenteich – und banksymäßig noch ein bissele was dazu: ein rottiger Einkaufswagen, ein Drahtgestell, das an einen ausrangierten Vogelkäfig erinnert und ein orangefarbener Verkehrskegel. Eine zeitgemäße Müllkippe also. Bestimmt hat er sich was dabei gedacht, der Guerilla-Banksy. Konsequent wäre es, wenn sich die Müllkippe demnächst vollautomatisch selber zerschreddern würde. So wie nach der legendären Versteigerung des Banksy-Gemäldes "Mädchen mit dem Luftballon". Der 8,4 Millionen Euro-Investor kann getrost noch einen Tee trinken, bevor er sich den Banksy übers Sofa hängt.

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