MGV Röthardt sucht einen Dirigenten

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Vorsitzender Eugen Gentner (l.) und sein Stellvertreter Wolfgang Reichersdörfer (r.) ehrten Herbert Fischer und Edith Schiele für 25 Jahre Mitgliedschaft und Salvatore Picciola für 10 Jahre Singen.

Zum 70-jährigen Bestehen ist ein Jubiläumskonzert im Mai geplant.

Aalen-Röthardt. Der Männergesangverein (MGV) Röthardt ist in diesem Jahr 70 Jahre. Bei der jüngsten Hauptversammlung kündigte Vorsitzender Eugen Gentner an, dass dieses Ereignis gebührend gefeiert werden soll. Als Höhepunkt nannte er ein Konzert in der Glück-auf-Halle in Hofen. Dieses Konzert, bei dem noch einmal die schönsten Lieder der vergangenen 70 Jahre sowie ein paar neu einstudierte italienische Lieder zu hören sein werden, ist auf den 21. Mai terminiert.

Allerdings mischte sich unter diese Ankündigung auch ein Wermutstropfen. Denn Dirigenten Bernd Büttner werde den Verein verlassen. Die Suche nach einem neuen Dirigenten sei im Gange, so Gentner.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde im Rahmen der Totenehrung der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht: Otto Rathgeb, fast 35 Jahre lang Sänger im ersten Bass, sowie die Brüder Helmut und Siegfried Höflacher und Marianne Eschmann.

Im Anschluss wurden einige passive Mitglieder für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt: Herbert Fischer, Edith Schiele, Bruno Kronwald und Franz Seibold. Für 10 Jahre aktives Singen wurde Salvatore Picciolo mit dem „Sängerkrug“ des MGV Röthardt ausgezeichnet.

Schriftführer Jürgen Karsten berichtete über die vergangenen Monate. Im ersten Halbjahr 2021 seien das geplante Konzert und das traditionelle Waldfest in Röthardt coronabedingt ausgefallen. In der zweiten Jahreshälfte habe wenigstens ein kleines Oktoberfest an der vereinseigenen Hütte, sowie eine Winterwanderung stattfinden können. Aber auch die traditionelle Weihnachtsfeier und die Barbarafeier der Wasseralfinger Bergleute mussten wegen Corona abgesagt werden.

Kassier Manfred Egner sprach von einer insgesamt ausgeglichenen Kassenlage. Durch Fördermittel des Landes, der Stadt und des Chorverbands sowie durch die Beiträge der Mitglieder konnten die Ausgaben gedeckt werden, so dass man halbwegs über die Runden gekommen sei. Schmerzlich vermisse man aber die Einnahmen aus dem Waldfest und aus den ebenso ausgefallenen „Wasseralfinger Tagen“.

Eugen Gentner berichtete, dass es im September noch gute Aussichten und Hoffnung auf eine Verbesserung der allgemeinen Situation gegeben habe. Bis Mitte November konnte sogar bei akzeptablen Bedingungen geprobt werden. Inzwischen habe sich die Lage aber wieder verschlechtert. Seit Mitte Januar treffen sich die Sänger wieder zur wöchentlichen Singstunde. Allerdings gilt Maskenpflicht, auch beim Singen!

Gentner lobte ausdrücklich den Ablauf der Singstunden. Trotz Corona ist die Beteiligung recht gut. Gentner betonte, dass der Zweck eines Gesangvereins das „Singen nach draußen“ wäre. Dies sei derzeit unter den gegebenen Umständen aber nicht zu verwirklichen.

Abschließend bedankte sich Gentner bei allen Sängern, deren Frauen und vor allem bei Dirigent Bernd Büttner.

Sänger Helmut Lippstreu hat über die 70-jährige Geschichte des MGV ein umfangreiches Buch geschrieben. Dieses wollte man im Rahmen einer Matinee im Bürgerhaus in Wasseralfingen im März vorstellen. Doch coronabedingt musste man auch diesen Termin absagen. Das Buch kostet 19,50 Euro und kann durch eine E-mail an die Adresse mgv-roethardt@gmx.de bestellt werden.

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