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Millie und die Sockenaufforderung

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Von: Jürgen Steck

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Socken - zwei unterschiedliche zieht man an am 21. März.
Socken - zwei unterschiedliche zieht man an am 21. März. Foto: jhs © Steck, Jürgen

Warum man am 21. März zwei verschiedene Socken anziehen sollte.

Erinnern Sie sich? 1994 war's. Da haben CDU und CSU die legendäre „Rote Socken Kampagne“ gestartet im Bundestagswahlkampf - und damit gegen SPD und die PDS Stimmung gemacht. Die Kampagne wurde heftig kritisiert als spaltend und ausgrenzend, war aber vor allem eines: erfolgreich. Erfolg wünsche ich einer völlig anderen Kampagne, die auch auf Socken setzt - die aber überhaupt nicht ausgrenzt. Im Gegenteil. Und zwar die „Sockenaufforderung“. Wie sie vielleicht wissen, ist immer am 21. März der Welt-Down-Syndrom-Tag. An diesem Tag werden zwei unterschiedliche Socken getragen, um die menschliche Einzigartigkeit zu feiern. Das Ziel dieser Sockenaufforderung ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Menschen mit Down-Syndrom. Darauf aufmerksam geworden bin ich über Millie. Millie ist 8 Jahre alt, wohnt in Mögglingen und geht in Fachsenfeld zur Schule. Dort wird Inklusion gelebt. Alle Schüler mit und ohne Handicap arbeiten gemeinsam in einem Klassenzimmer - jeder nach seinen Möglichkeiten, und sie werden von einem Lehrerteam aus Grundschul -und Förderlehrerinnen betreut. Die Klasse von Millie macht mit bei der Sockenaufforderung. Und Millie würde sich freuen, wenn ganz viele andere auch mitmachen. Und damit dazu beitragen, dass Vorurteile abgebaut werden. Und um anderen zu helfen, gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Ich bin dabei.

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