Nachruf

Musiklehrer Anton Weisz

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Anton Weisz. Foto: privat

Anton Weisz ist am 5. August in seiner Heimat Ungarn verstorben.

Aalen. Als Leiter seiner Akkordeonschule in Aalen und als Dirigent des Liederkranzes Unterrombach ist Musiklehrer Anton Weisz unvergessen. Im 93. Lebensjahr ist er am 5. August in seiner Heimat Ungarn verstorben. Geboren ist er 1929 in Baranyajenö, wo er aufwuchs und zur Schule ging. 1946 wurde er als Ungarndeutscher vertrieben und kam nach Aalen. 1960 eröffnete er in der Mittelbachstraße eine Harmonikaschule und ein Jahr später ein Akkordeonorchester, das er über 25 Jahre leitete. 1977 wurde er mit seinem Orchester beim Landeswettbewerb Baden-Württemberg mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Von 1975 bis 1980 leitete Anton Weisz den Liederkranz Unterrombach. Mit dem Chor und dem Orchester wurden verschiedene Rundfunksendungen aufgenommen. Mehrere Jahre war Weisz Bezirksdirigent beim Harmonikabezirk Schwaben. Seit 1967 war er Mitglied beim Seglerstammtisch Aalen. 1992 bis 1999 war er mit seinem Segelboot „Caprice – Aalen“ als Einhandsegler im Mittelmeerraum. Seit September 2005 lebte Anton Weisz wieder in seiner alten Heimat Ungarn, in Balatonföldvar am Plattensee, wo er seine Lebensgefährtin Piroschka Horvath gefunden hat. Aalener Seglerfreunde besuchten ihn dort zuletzt zu seinem 90. Geburtstag. Seine Urnenbestattung auf dem Plattensee fand an seinem 93. Geburtstag, am 31. August, von einem Boot mit weiß-schwarzen Segeln aus unter den Klängen des Mozartschen Hornkonzertes statt. Letzte Grüsse aus Deutschland sandten seine beiden Schwestern Theresia Breuninger und Emilia Nolle mit Familien. ⋌jm

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