Nächtliches Flammeninferno in Arlesberg

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Aalen: Feuerwehrleute halten Löschschläuche auf ein in Vollbrand stehender Kuhstall im Ortsteil Arlesberg. In der Nacht sind rund 40 Rinder dem Feuer zum Opfer gefallen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden aufgenommen.
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Großbrand einer landwirtschaftlichen Stallung in der Nacht auf Donnerstag. Nach ersten Schätzungen kamen etwa 40 Rinder im Feuer um. Schadenshöhe im siebenstelligen Bereich.

Aalen-Arlesberg

Dramatische Szenen haben sich in der Nacht auf Donnerstag in dem knapp 100 Einwohner zählenden Waldhäuser Teilort Arlesberg abgespielt. Beim einem Großbrand wurden Scheune, Lagerhalle und die Maschinenhalle eines großen landwirtschaftlichen Anwesens komplett zerstört.

Nach ersten Schätzungen der Polizei sind in dem Feuer etwa 40 Rinder umgekommen, weitere 30 Kälber und 30 Rinder konnten gerettet werden. Personen seien nicht verletzt worden heißt es. Die Polizei geht zum aktuellen Zeitpunkt von einem Schaden in Millionenhöhe aus.

Am Donnerstagmorgen kurz nach 9 Uhr weht der Ostwind über Arlesberg noch dicke Rauchschwaden weithin sichtbar über die Felder. „Das Feuer hatten wir gegen 2 Uhr nachts unter Kontrolle“, sagt Daniel Dambacher. Der Kommandant der Abteilung Ebnat-Waldhausen ist seit der Alarmierung gegen 23 Uhr am Vortag vor Ort. Schon bei Eintreffen der Feuerwehrleute sei die Stallung komplett unter Vollbrand gestanden, berichtet er. „Der Himmel über Arlesberg war feuerrot.“

Der Besitzer des landwirtschaftlichen Anwesens selbst habe laut Polizei das Feuer gegen 23 Uhr in seinem Kuhstall entdeckt und umgehend die Feuerwehr alarmiert.

Eine Nachbarin, die etwa 100 Meter entfernt wohnt, war zum selben Zeitpunkt auf den Brand aufmerksam geworden. „Vor dem Schlafengehen wollte ich mir gerade im Garten noch eine Zigarette anzünden, als ich Geräusche wie von einem Feuerwerk vernommen habe“, erzählt sie. „Zu dem Zeitpunkt habe ich schon die ersten Flammen aus dem Stall schlagen sehen.“ Dann sei alles ganz schnell gegangen. Innerhalb von einer Viertelstunde etwa habe das Feuer auch auf den dahinterliegenden Geräte- und Maschinenschuppen übergegriffen. „Der Anblick war sehr schockierend.“ Innerhalb von Minuten sei der gesamte Weiler auf den Beinen gewesen.

„Gerade, als ich zum Telefon gegriffen habe, um -  wie vielleicht viele andere - die Feuerwehr zu alarmieren, kamen schon die ersten Nachbarn gerannt, um das Vieh zu retten und um zu löschen“, berichtet sie weiter. Andere haben einen Graben gebuddelt, um zu verhindern, dass das Feuer auf die benachbarten Wiesen übergeht. „Ganz viele“ Landwirte aus Arlesberg und der näheren Umgebung seien sofort mit Wasser gefüllten Güllefässern angefahren, um zu löschen, was geht. „Die Hilfsbereitschaft - auch aus benachbarten Ortschaften - war überwältigend“, sagt die Anwohnerin.

Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr sei es laut Abteilungskommandant Dambacher aufgrund der enormen Hitzeentwicklung nicht mehr möglich gewesen, zu den Tieren in den Stall vorzudringen. „Unser Augenmerk galt vor allem auch dem Schutz des unmittelbar vor den Stallungen liegenden Wohnhauses. Es ist uns gelungen, dass das Haus  das Feuer unversehrt übersteht.“

Der kräftige Ostwind habe den Löscharbeiten der Wehr in die Karten gespielt. Dambacher: „Er hat das Feuer aus dem Ort weggetragen, der Funkenflug ging Richtung freie Felder.“ Zu einem Flächenbrand ist es nicht gekommen. Dambacher: „Drei unserer Einsatzkräfte haben das permanent kontrolliert.“

Die geretteten Kälber und Rinder - laut Polizei insgesamt 60 - seien bereits in der Nacht abtransportiert worden zu anderen landwirtschaftlichen Betrieben. Die von der Polizei nach ersten Schätzungen mitgeteilte Zahl von etwa 40 getöteten Rindern sei möglicherweise etwas zu hoch gegriffen, meint Dambacher am Morgen nach dem Feuer. Zu dieser Zeit laufen bereits die Aufräumarbeiten. Zwei Bagger - einer davon vom THW - sind damit beschäftigt, die gesamten Strohvorräte der Scheune auseinanderzuziehen. „Sonst bekommen wir die Glutnester nicht abgelöscht“, sagt Dambacher. Und Heiko Ackel, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Aalen, ergänzt: „Die Ballen sind stark komprimiert. Wenn da Sauerstoff hinzukommt, fängt das sofort wieder Feuer.“

Im Zuge der Löscharbeiten musste ein Feuerwehrmann wegen einer Kreislaufschwäche behandelt werden. „Aufgrund der großen Hitze“, weiß Daniel Dambacher. Der Kollege sei aber zum Glück rasch wieder auf den Beinen gewesen. „Er war gleich danach wieder voll im Einsatz.“

Zur Schadenshöhe kann die Polizei derzeit noch keine konkreten Angaben machen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass diese im siebenstelligen Bereich liegen dürfte, heißt es. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden aufgenommen.

Am Brandort waren die Feuerwehren aus Aalen sowie aus den Abteilungen Waldhausen, Ebnat, Unterkochen, Wasseralfingen, Hofen und aus Lauchheim mit 19 Fahrzeugen und 90 Einsatzkräften im Einsatz. Vom THW waren drei Fahrzeuge mit 13 Einsatzkräften an den Brandort alarmiert worden. Zur Absuche der näheren Umgebung, nach weiteren, frei umherlaufenden Rindern, war ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Aalen: Feuerwehrleute halten Löschschläuche auf ein in Vollbrand stehender Kuhstall im Ortsteil Arlesberg. In der Nacht sind rund 40 Rinder dem Feuer zum Opfer gefallen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden aufgenommen.
Aalen: Feuerwehrleute halten Löschschläuche auf ein in Vollbrand stehender Kuhstall im Ortsteil Arlesberg. In der Nacht sind rund 40 Rinder dem Feuer zum Opfer gefallen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden aufgenommen.
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Am Morgen nach dem Großbrand einer Stallung in Arlesberg.
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Baden-Württemberg, Aalen: Feuerwehrleute halten Löschschläuche auf ein in Vollbrand stehender Kuhstall im Ortsteil Arlesberg. In der Nacht sind rund 40 Rinder dem Feuer zum Opfer gefallen. Die Brandursache ist noch unbekannt. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen wurden aufgenommen.
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