Neue Akzente in der Aalener Wohndiskussion

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Das Foto zeigt die Neubauentwicklung in den Schlatäckern II und I. Grünen-Stadtrat Alexander Asbrock fordert, bei neuen Wohnbauten künftig mehr in die Höhe zu gehen. Foto: opo
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Was Norbert Rehm (Aktive Bürger) und Alexander Asbrock (Grüne) im Technischen Ausschuss fordern.

Aalen. Die gute Nachricht: Die Bevölkerungsprognose für Aalen geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 rund 5000 Menschen mehr in Aalen wohnen werden. Die Schattenseite: Der Druck auf den Wohnungsmarkt wächst. Um künftig mehr bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können, hat die Stadtverwaltung das Handlungsprogramm Wohnen ausgearbeitet. Darin soll die Quote bei Neubauten von Privatunternehmern auf 30 Prozent der Wohneinheiten festgesetzt werden; eine „mindestens“ 35 Prozent-Quote im Mittel aller Neubauprojekte soll für die Aalener Wohnungsbau gelten. Zudem setzen Stadtverwaltung und Gemeinderat große Hoffnung in die Akquise bislang leerstehender Wohnungen.

Nach dem Gemeinderatsausschuss Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA) am Mittwoch hat am Donnerstag auch der Technische Ausschuss des Gemeinderats das Handlungsprogramm Wohnen diskutiert.

Neue Akzente brachten Norbert Rehm (Aktive Bürger) und Alexander Asbrock (Grüne) in die Diskussion ein.

„Bei der Wohnungsbau hätte ich erwartet, dass die Sozialförderungsquote von 35 Prozent für 100 Prozent, also alle Neubauten gilt“, sagte Rehm. Dabei hob er den Gesellschaftszweck der Wohnungsbau hervor, der darin bestehe, sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen.

OB Frederick Brütting bezeichnete Rehms Auffassung, diese „große Aufgabe“ allein der Wohnungsbau anzulasten, als „gesellschaftlich sehr schwierig“.

Für Alexander Asbrock geht der Handlungskatalog gegen Wohnungsnot nicht weit genug. In seiner Stellungnahme plädierte er: „Die Wohnungsbau muss in Aalen noch mehr Wohnungen bauen, als aktuell geplant!“ Dasselbe müsse auch für private Investoren gelten. „Es muss höher gebaut werden dürfen“, forderte Asbrock. Damit würden die Wohnungen nicht nur günstiger. Sondern es würde auch vermieden, dass zusätzliche Flächen versiegelt werden. 

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