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Ob quer denken wohl klug ist?

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Manfred Moll macht sich Gedanken zum Thema "Querdenker"

Querdenker – darunter hat man bis vor Kurzem Menschen verstanden, die sich einen Kopf gemacht haben über ein Thema hin und her und von vorne bis hinten und dabei oft zu interessanten Ergebnissen gekommen sind. Heute nennen sich "Querdenker" Leute, die vor allem eines nicht wollen: zum sogenannten "Mainstream" zählen. Sie halten sich für besonders klug einzig und allein darum, weil sie annehmen, die Mehrheit sei dümmer als sie. Das könnte ein Trugschluss sein. Es gibt zum Beispiel ja die Minderheit der sogenannten "Flacherdler", die allen Ernstes behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Ob die Mehrheit, die es sicher besser weiß, deshalb dümmer ist? Hm, keine so schwierige Frage, oder?

Vielleicht ist es ja so: Das Querdenken ist bequem, denn es geht relativ schnell. Da muss man nicht längs einer komplizierten, vielleicht anstrengenden und unerfreulichen Reihe von Gedankengängen grübeln. Man biegt ab, stellt sich quer, glaubt, was man will, und ist stolz drauf. Ob das aber auch klug ist?

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