Lucha: Pilotprojekt für die Musikschulakademie

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 Auf Schloss Kapfenburg kann Akademie-Betrieb wieder aufgenommen werden.
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Auf Schloss Kapfenburg kann wieder losgelegt werden. Zwei Ostalbpilotprojekte nicht dabei

Stuttgart/Lauchheim. Gemeinsam mit der Hochschule Aalen hat die Stiftung Schloss Kapfenburg ein Konzept erarbeitet, das die Aufnahme des Regelbetriebs wieder ermöglicht. Es wurde nun von den kommunalen Landesverbänden und dem Sozialministerium als eines von insgesamt 19 Modellprojekten in Baden-Württemberg ausgewählt. Nicht berücksichtig wurde dagegen die Konzepte des Sportkreises und des Theaters der Stadt Aalen.

Das Kapfenburgprojekt: Die Lage und Infrastruktur von Schloss Kapfenburg bieten nach Angaben des Landkreises „optimale Voraussetzungen für einen Inselversuch. Allgemeine Voraussetzung für das Betreten der Schlossanlage im Rahmen des Modellprojekts „Continuo“ werden die drei „G“ bilden: Genesen, geimpft oder negativ getestet.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Musizieren: Wie können Proben und Konzerte in einem möglichst sicheren Rahmen durchgeführt werden? Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Steuerung und Kontaktnachverfolgung der verschiedenen Gästegruppen auf dem Gelände, da die Deutschordensfeste als eines der beliebtesten Ausflugziele der Region täglich ein hohes Aufkommen unangemeldeter Besucherinnen und Besucher zu verzeichnen hat.

„Es freut uns sehr, dass unser Konzept ausgewählt wurde und wir nun die Gelegenheit haben, zu erproben, wie Musizieren, Konzerte und Kultur, kurzum unser schöner Alltag, während der anhaltenden Pandemie möglich sind“, freut sich Akademiedirektor Moritz von Woellwarth. „Professor Dr. Ulrich Holzbaur und Professor Dieter Ahrens von der Hochschule Aalen und ihr Team sind als wissenschaftliche Experten und Expertinnen an unserer Seite und wissen genau, worauf es ankommt.“

Auch Landrat Dr. Joachim Bläse freut sich sehr über die Bewilligung. Für den Ostalbkreis haben die Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg, das Theater der Stadt Aalen im KubAA und der Sportkreis Ostalb Konzepte entwickelt, die in Abstimmung mit den Kommunen beim Land als Pilotprojekte angemeldet wurden. Das der Musikschulakademie hat offenbar am meisten überzeugt. „Es freut mich sehr, dass das sehr gute Konzept der Musikschulakademie bewilligt wurde und nun Kultur unter Pandemiebedingungen erprobt werden kann“, sagt Bläse.

Der Hintergrund: Das Sozialministerium und die kommunalen Landesverbände gaben am Samstag vorläufig grünes Licht für insgesamt 19 Modellprojekte aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, um weitere Öffnungsschritte in Baden-Württemberg abzusichern. Die Vorhaben umfassen insbesondere die Bereiche Tourismus, Kultur, Kinder- und Jugendarbeit sowie den Sport.

Die ausgewählten Projekte, darunter das der Musikschulakademie, wurden nach einer Mittelung aus dem Sozialministerium von den örtlichen Gesundheitsämtern vorab geprüft, von dort erfolge auch die Zulassung. Die Durchführung der Projekte werde wissenschaftlich begleitet.

Gesundheitsminister Manne Lucha sagte am Samstag in Stuttgart. „Die Auswahl ist uns natürlich nicht leichtgefallen, und ich bitte auch all jene um Verständnis, die mit ihren Vorhaben nicht zum Zug gekommen sind. Zentrale Kriterien waren neben einer engen wissenschaftlichen Begleitung auch eine zeitnahe Umsetzung.“ Insgesamt 83 Anträge sind eingegangen, davon 39 im Bereich Kultur. „Der Anteil von gut 50 Prozent aus dem Kulturbereich zeigt, wie dringend gerade diese Branche Öffnungsperspektiven braucht. Dies haben wir bei der Auswahl ebenfalls berücksichtigt“, so Lucha.

Perspektiven für die anderen Projekte: Die laut Lucha „aktuell sehr positive Inzidenzentwicklung“ habe es dabei ermöglicht, mit dem Land Einvernehmen darüber zu erzielen, dass Stadt- und Landkreise mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 50 rasch zusätzliche Öffnungsperspektiven erhalten sollen. So soll die Corona-Verordnung bereits zum 7. Juni dahingehend angepasst werden, dass die betreffenden Landkreise unmittelbar in die Öffnungsstufe 3 einsteigen können, ohne die vorhergehenden Stufen durchlaufen zu müssen.

Diese generelle Öffnungsperspektive biete zahlreichen eingereichten - und nicht berücksichtigten Modellvorhaben die Möglichkeit der regulären Umsetzung im Rahmen der Corona-Verordnung. Ob das für das Aalener Theater und den Sportkreis gilt, bleibt abzuwarten.

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