Posaunenchor begeistert Fans bei eigenem Jubiläum

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Mit 200 Gästen feiert der Posaunenchor Unterrombach sein 75-jähriges Bestehen.
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Heidrun Meiswinkel spielt mit ihrem 30-köpfigen Ensemble eine Serenade durch sieben Jahrzehnte.

Aalen-Unterrombach. Sonderbar. Können starke Posaunentöne drohende Wolken wegblasen? Wie in anderen Orten lag am Samstagabend ein dunkler Himmel über dem Bonhoefferhaus. Doch fiel kein einziger Regentropfen auf Hof und Garten, wo der Posaunenchor Unterrombach sein 75-jähriges Bestehen mit rund 200 Gästen feierte.

Da passten die Begrüßungsworte von Pfarrer Jürgen Astfalk „Musik kommt vom Herzen und geht zum Herzen“, als er einige Ehrengäste begrüßte, gut zum Programm der 30 Musikerinnen und Musiker.

Im Jahre 1946 hatte Paul Schwerdtfeger auf der Bühne der Christuskirche einige Musikinstrumente gefunden. Das war der Beginn eines neuen Chores, den Frieder Stricker dann bis 1973 leitete. Sodann konnte die aktuelle Dirigentin Heidrun Meiswinkel mit ihrer schwungvollen Serenade eine Zeitreise durch die Musik des Posaunenchors machen. Und zu jedem musikalischen Abschnitt gab eine Musikerin oder ein Bläser ein paar erklärende Worte dazu.

Anfangs standen die klassischen Choräle wie „Du meine Seele singe“ von Johann Georg Ebeling an. Noch in den 70er und 80er Jahren spielten die Posaunenchöre viel traditionelles Liedgut, da durfte ein Bach-Choral wie „Ich stehe in meines Herren Hand“ nicht fehlen.

Die neue Zeit ging auch an den Posaunenchören nicht spurlos vorüber, die Musik wurde weltlicher und rhythmischer, „How majestic is your name“ gehört dazu. Dieses Lied durfte der Essinger Reinhard Liebhäuser dirigieren, der die Rombächer von 1984 bis 1989 geleitet hatte, starker Beifall des Publikums. Popmusik und Unterhaltungsmusik hielten Einzug in die Kirchenmusik anfangs der 90er – dafür stehen Michael Jacksons „Heal the world“ oder der tolle Sound „Looking back the years“ von Christian Sprenger.

Lobpreislieder wie „Ich lobe meinen Gott“ gibt es verstärkt im neuen Jahrhundert. Beim Geburtstagständchen „Viel Glück und viel Segen“ durfte das Publikum mitsingen, ebenso bei „Abend wird es wieder“. Das grandiose „Concerte D`Amore“ des Holländers Jacob de Haan beschloss das die Zuhörer begeisternde Konzert. Bei Umtrunk und Imbiss unterhielten sie sich noch lange. Helmut Banschbach

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