Querdenker vor dem Landratsamt

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Nach verbaler Auseinandersetzung geht die Kundgebung friedlich zu Ende und die Polizei muss nicht eingreifen.

Archiv-Foto

Aalen. Vor dem Landratsamt in Aalen hat es am Mittwochmorgen eine Kundgebung von „Querdenkern“, wie sie sich selbst bezeichnen, gegeben. Die etwa 25 Teilnehmer gingen am Ende friedlich auseinander, nachdem es zunächst eine verbale Auseinandersetzung mit dem Verwaltungsdezernenten des Landkreises, Klaus Wolf, gegeben hatte.

Gegen 10.20 Uhr zogen die Männer und Frauen mit Transparenten vor die Behörde. Verbal und mit Plakaten hätten sie Protest gegen die Corona-Beschränkungen und den Impfstoff zum Ausdruck gebracht, berichtet Klaus Wolf auf SchwäPo-Anfrage. Er habe gefragt, was genau sie dort täten, daraufhin kam zur Antwort: „Beten“.

Er habe sie aufgefordert, Masken zu tragen, Abstand zu halten und das Gelände zu verlassen, weil die Demonstration offensichtlich nicht genehmigt war. Daraufhin, so Wolf, sei die Lage verbal eskaliert: „Wir sind das Volk“, sei ihm entgegengehalten worden. Man lasse sich die Meinungsfreiheit nicht nehmen, hätten die Teilnehmer angeführt, und man bewege sich auf einer öffentlichen Fläche, die jedem gehöre. Nachdem ein Mann auch Mitarbeitende des Landratsamtes pauschal diffamiert und beleidigte, entschloss sich Wolf zum Handeln und rief die Polizei.

Ein Streifenwagen mit zwei Beamten war wenig später vor Ort, bestätigt die Polizei. Wolf: „Die Beamten mussten aber nicht eingreifen.“ Sie hätten vom Rand der Stuttgarter Straße aus das Geschehen beobachtet. Die Versammlung habe sich dann ganz friedlich aufgelöst.bea

Der Bundestag hat am Mittwoch die bundesweit einheitliche Corona-“Notbremse“ mit deutlich mehr Befugnissen für den Bund beschlossen.

Rubriklistenbild: © Oliver Giers

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