Rat ist wieder gegen Baugebiet Kellersteige

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Das Baugebiet Pfromäcker am Rande von Unterkochen
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Wie sich Unterkochen entwickeln soll, ist Thema in der Sitzung.

Aalen-Unterkochen. Aalen wächst. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Stadt in den kommenden Jahren die 70 000-Einwohner-Marke knacken wird. In Unterkochen könnten bald 5300 Menschen wohnen. Baubürgermeister Wolfgang Steidle sagte im Ortschaftsrat Unterkochen: „Wir werden es wahrscheinlich nicht schaffen, die 5300 Einwohner nur im Innenbereich unterzubringen.“ In der Diskussion um den Flächennutzungsplan diskutierten die Rätinnen und Räte, wo neue Baugebiete entstehen können. Finden sie Eingang in den Flächennutzungsplan, können daraus Baugebiete entwickelt werden, die Flächen müssen deswegen aber nicht bebaut werden.

Es sei fahrlässig, keine Flächen vorzuhalten, sagte Florian Stütz, der in dieser Sitzung noch Ortsvorsteher war. „Aber alles mit Maß und Ziel“, sagte er im Hinblick auf den Flächenverbrauch. Der Ortschaftsrat sah die Pläne teilweise kritisch. Um zwei mögliche Baugebiete entspann sich eine Diskussion.

Kellersteige (UK6): Johannes Thalheimer (Freie Wähler) beantragte „UK6 nicht weiterzuverfolgen“. Das Gebiet liegt an der Kellersteige unterhalb des Wanderparkplatzes an der Schätteretrasse. Die Fläche sei landwirtschaftlich zu wertvoll. „Die Sicht von der Trasse aus soll frei bleiben“, sagte Thalheimer. Genauso sah es Martina Lechner (SPD). „Dieses Stück Natur ist für uns zu wertvoll“, sagte sie. Der spannende und tolle Ausblick solle erhalten bleiben. Anton Funk signalisierte für die CDU-Fraktion Zustimmung zum Antrag der Freien Wähler. Frank Sieber (Grüne) nannte das Gebiet „völlig ungeeignet“.

Im September 2021 ist es im Ortschaftsrat Unterkochen schon einmal um ein mögliches Baugebiet an der Kellersteige gegangen. Den Rätinnen und Räten wurden Pläne eines Investors vorgestellt. Die Rede war von drei Mehrfamilienhäusern und niedrigerer Bebauung Richtung Osten. Alexander Asbrock (Grüne) erwähnte damals, dass der Investor Dr. Palm von der gleichnamigen Papierfabrik sei. Schon damals stimmte der Ortschaftsrat einstimmig gegen das Baugebiet. Andreas Steidel vom Stadtplanungsamt erwähnte in der jüngsten Sitzung, dass das Gebiet im Vergleich zu früheren Plänen nun wesentlich kleiner sei. Baubürgermeister Steidle warnte davor, „etwas rauszustreichen, was hinterher wehtut.“ Am Ende stimmten alle Räte bis auf Florian Stütz für den Antrag, das Gebiet nicht weiterzuverfolgen.

Pfromäcker (UK1): Lechner beantragte, das Gebiet zu verkleinern, um die Natur und die Hecken dort zu schützen. Sieber sah das genauso. Lechner, Sieber und Gisela Weiland (CDU) sprachen sich dafür aus, sich auf Innenentwicklung zu fokussieren. Elf Rätinnen und Räte stimmten am Ende für den Antrag, das Gebiet zu verkleinern. Thalheimer und Stütz stimmten dagegen.

Der Ortschaftsrat sprach sich einstimmig aus für die anderen Baugebiete (Steinschelle-Süd, Hungerbühl-Ost, Ober Geheuertal) und die Gewerbegebiete RUD-Süd und Langerthalde-Samental. ⋌Katharina Scholz

Vor allem um Pfromäcker (UK1) und Kellersteige (UK6) diskutiert der Rat.

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