Guten Morgen

Relativ, absolut und resolut

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Jürgen Steck über den späten Heimgang und die Krümmung des Raumes

Es sei ja jetzt doch relativ spät geworden, meint sie und ergänzt, ohne Worte, dafür mit einem Blick, der mehr sagt als 1000 Worte, dass es nicht nur spät, sondern zu spät war, insgesamt. Viel zu spät. Er rechtfertigt sich, anknüpfend an ein Gespräch, das er wenige Augenblicke zuvor an der Theke nicht hatte zu Ende führen können. In dem war es um die Relativität von Zeit und Raum gegangen. Er spinnt den Faden weiter, erklärt, dass der Abstand zweier Ereignisse – in seinem Fall das geplante und das tatsächliche Heimkommen – miteinander gekoppelt sind, genauso, wie es eine Kopplung von Raum und Zeit insgesamt gebe, das sei wissenschaftlich bewiesen – und zwar zunächst von Albert Einstein, der dazu die Relativitätstheorie entwickelt habe. Und der sei schließlich ein Genie gewesen. Das wisse man nicht nur relativ genau, sondern absolut. Sie erteilte dennoch keineswegs Absolution, sondern las ihm resolut und relativ deutlich die Leviten. Ob und inwieweit dadurch Raum und Zeit oder andere Dinge gekrümmt wurden, ist nicht überliefert.

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