Kommentar:

Richtig miteinander reden

+
ulrike wilpert
  • schließen

Johannes Gentner sieht sich als Opfer. Das leuchtet ein, aus seiner Sicht. Er fühlt sich unverstanden von der Aalener Stadtverwaltung und angefeindet von den innerstädtischen Einzelhändlern, denen sein kleines Einkaufsimperium im Gewerbegebiet West ein rotes Tuch zu sein scheint - der Konkurrenz wegen. Aber auch die Perspektive der Stadt Aalen leuchtet ein:

Jetzt, wo mehr und mehr Filialisten Leerstände in der Innenstadt hinterlassen,ist höchste Achtsamkeit geboten, will man den Einzelhandel in der City weiter attraktiv halten. In den 1960er Jahren, als Hans Gentner sen. das Diskont Einkaufszentrum (DEZ) im Westen gegründet hat, war das der Zeitgeist. Doch heute geht der Trend im Handel wieder zurück in die Zentren, wo die Musik spielt. Stadt und Innenstadthändler wären gut beraten, sich mit Johannes Gentner an einen Tisch zu setzen. Diesmal aber nicht, um Grenzen aufzuzeigen. Sondern um zu reden. Um nach Synergien zu suchen, wie der Einkaufsstandort im Westen und die Innenstadt künftig besser zusammenarbeiten können.

Zurück zur Übersicht: Aalen

Kommentare