Sam Kohn: Ein Kind des Pelzwasens stellt aus

+
Sam Kohn (rechts) führte selbst in seine Kunst ein, hier ein Bild mit Szenen aus dem „alten Pelzwasen“. Links Markus Mayer-Wunderlich. Foto: je

Der Künstler zeigt Werke mit Szenen und Erlebnisse aus seiner Kindheit im Aalener Siedlerhaus.

Aalen. Sam Kohn, Aalener Künstler, stellt derzeit eine Reihe seiner Werke in den Räumen  der Siedlergemeinschaft Pelzwasen-Zebert aus. Am Freitag wurde die Ausstellung mit zahlreichen Gästen eröffnet.

Markus Mayer-Wunderlich freute sich, eine solche Vernissage zur Eröffnung des neuen Programms der Siedlergemeinschaft im Haus zu haben – und so viele Besucher. Der 64-jährige Sam Kohn sei „ein Kind des Pelzwasens“, hier geboren und aufgewachsen und wieder zurück gekommen. Schon im Kindesalter sei Kohn hier als Maler aufgefallen. „Die ausgestellten Ölbilder haben Strahlkraft und sprechen mit ihren Aussagen zu unterschiedlichen Themen für sich“, sagte er.

In die Ausstellung führte Kohn selbst ein. Er sei Schwabe und habe es nicht so mit den Leuten, sagte er, deshalb sei er froh gewesen, als Mayer-Wunderlich ihn auf eine Ausstellung angesprochen habe. Sam Kohn hat bereits mit vier Jahren mit Kreide Straßen im Pelzwasen bemalt, „nicht immer zur Begeisterung der Menschen und meiner Eltern“, schmunzelt er. Ein Bild hat er für seine Mutter gemalt, es zeigt viele kleine Szenen und Erlebnisse aus seiner Jugendzeit aus dem Pelzwasen, „alte Perspektiven, wie es einmal war“, ergänzt er. Daneben neun Gemälde von Ikonen, auf denen er sich auch kritisch mit Religion und Kirche auseinandersetzt.  So zeigt eines Mutter Theresa mit einem Spielzeug-Teddy, „denn sie hatte ja keine Kinder“, ein anderes Marian, die Revolutionärin, eines Mr. Spock aus Raumschiff Enterprise. Eine Reihe eindrücklicher Landschaftsbilder sprächen eigentlich für sich, sollten etwas auslösen beim Betrachter, führt Kohn seine Ideen aus. Ebenso einige eindrucksvolle Porträts, teils verzerrt und verfremdet. Vier Bilder zeigen abstrahiert die verschiedenen Jahreszeiten.

Sam Kohn hatte mit 18 Jahren seine erste Ausstellung im damaligen Aalener Löwenkeller, hörte später mit dem Malen zeitweise auf, als er sich mit einer Werbeagentur selbstständig machte. Seit etwa 20 Jahren malt er wieder intensiv, seit 15 Jahren wohnt und arbeitet er wieder in seinem Elternhaus im Pelzwasen.

Sam Kohn führt am 2. und am 23. Oktober – dann ist die Finissage - jeweils von 14 bis 16 Uhr im Siedlerhaus  durch die Ausstellung. Wie schon zur Vernissage wird die Jugend der Siedlergemeinschaft bewirten.

Sam Kohn (rechts) führte selbst in seine Kunst ein, hier ein Bild mit Szenen aus dem „alten Pelzwasen“. Links Markus Mayer-Wunderlich. Foto: Jürgen Eschenhorn

Zurück zur Übersicht: Aalen

Kommentare