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Schärfere Kontrollen sind das Gebot der Stunde

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Ulrike Wilpert
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Die City-Bewohner nicht übervorteilen!

Eine Innenstadt funktioniert höchst komplex. Sie ist inzwischen ein Zusammenspiel von Einkaufen, Dienstleistung, Wohnen und Freizeitgestaltung. Verschiedene Sparten, die unterschiedliche Interessen verfolgen, aber ein gemeinsames Ziel haben: Alle wollen sie, dass die Innenstadt ein Wohlfühlort ist. Die einen, weil sie hier wohnen, essen und schlafen. Die anderen, die Händler, weil sie wollen, dass möglichst viele potenzielle Kunden die Aalener Innenstadt besuchen. Sie wünschen sich eine City mit Magnetwirkung. Die wiederum definiert sich zu einem großen Teil über die Vielfalt der Gaststätten, Bars und Kneipen. Damit kann Aalen gegenüber seinen Nachbarstädten punkten. Das ist gut so. Allerdings funktioniert das Zusammenleben nur, wenn auch die Regeln eingehalten werden. Das klappt offenbar nicht überall in der City. Und weil es wie überall auch unter den Aalener Barbetreibern Schwarze Schafe gibt, die sich über Verordnungen und Anliegen der Anwohner offensichtlich hinwegsetzen, sind engmaschige Kontrollen der städtischen Ordnungshüter angesagt; oder - wenn selbst Drohkulissen nicht fruchten - eben auch mal zeitnah ein abschreckendes Bußgeld für den Wirt. Das hätte Signalwirkung nach außen. Dass sich die Anwohner der Storchenstraße von der Stadtverwaltung nicht mehr länger mit Aussagen wie „entsprechende Maßnahmen sind eingeleitet“ abspeisen lassen wollen, ist jedenfalls verständlich.

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