Geistliches Wort in der Corona-Krise

Sichere Orte

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Kinder suchen sichere Orte der Geborgenheit, weil sie gesund wachsen müssen. Sichere Orte werden hierbei vor allem Eltern oder Geschwister. Jugendliche suchen sich neue sichere Orte der Geborgenheit, weil sie sich vom bisherigen sicheren Ort, der Familie lösen müssen.

Kinder suchen sichere Orte der Geborgenheit, weil sie gesund wachsen müssen. Sichere Orte werden hierbei vor allem Eltern oder Geschwister. Jugendliche suchen sich neue sichere Orte der Geborgenheit, weil sie sich vom bisherigen sicheren Ort, der Familie lösen müssen. Sichere Orte werden vor allem Freunde und Jugendgruppen. Erwachsene suchen sich neue sichere Orte der Geborgenheit, weil sie sich binden wollen. Sichere Orte werden die Partnerin, der Partner. Sterbende suchen neue sichere Orte der Geborgenheit, weil sie ihr Leben loslassen müssen. Sichere Orte können alle werden, die im Leben wichtig waren. Trauernde suchen neue sichere Orte der Geborgenheit, weil sie das Leben neu finden müssen. Sichere Orte können natürlich Menschen und insbesondere Erinnerungen werden. Das finde ich in diesen Zeiten der Kontaktbeschränkungen tröstlich, weil uns die Erinnerungen nicht genommen werden können.

Martin Keßler Seelsorger für Menschen in Not / Krankenhausseelsorgergen

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