So hat Aalens Partnerstadt Saint-Lô bei der Stichwahl ums franzöische Präsidentenamt gewählt

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Saint-Lô mit seiner kennzeichnenden Stadtmauer und der Kirche Notre-Dame
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So haben Emmanuel Macron und Marine Le Pen in Aalens Partnerstadt abgeschnitten.

Saint-Lô. Es war spannend bis zuletzt.  Frankreich und damit auch Saint-Lô haben gewählt. Jetzt liegt das amtliche Wahlergebnis vor. Sowohl landesweit wie auch in der Stadt im Département „Manche“ hat Präsident Emmanuel Macron (La République en marche) die Stichwahl gegen die rechtspopulistische Marine Le Pen (Rassemblement National, bis 2018 Front National) deutlich gewonnen. Allerdings fiel der Wahlsieg des amtierenden Macrons in Saint-Lô wesentlich deutlicher aus, als in Gesamt-Frankreich.

So viele haben gewählt

In der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen hat Emmanuel Macron in Saint-Lô 67,62 Prozent erzielt, Marine Le Pen 32,38 Prozent – während Macron landesweit 58,8 Prozent der Stimmen, seine Rivalin 41,2 Prozent erhielt. Der Anteil der Nichtwähler beträgt landesweit 28 Prozent und sinkt um 2,89 Punkte gegenüber 2017. Die Wahlbeteiligung 2022 hat damit ein Niveau, das seit 1969 nicht mehr erreicht worden ist. Dieser Wert sinkt in der Aalener Partnerstadt mit 30 Prozent sogar nochmals um 2 Prozentpunkte. Der Anteil ungültig abgegebener Stimmen beträgt 2,19 Prozent, der Anteil leeren Stimmzettel 6,10 Prozent.

Rechtes Saint-Lô?

Die extreme Rechte mit Marine Le Pen kann trotz des Siegs Emmanuel Macrons bei der Stichwahl im mitte-links orientierten Saint-Lô, wie in der gesamten Normandie, einen Erfolg verbuchen. Sie hat bei der Wahl am Sonntag  mehr Stimmen erhalten, als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen – inklusive jener Stimmen der beiden Kandidaten vom rechten bzw. konservativen Spektrum, Eric Zemmour (Reconquête) und Nicolas Dupont-Aignan (Debout la France).

Aalens OB Frederick Brütting zeigt sich wie Hermann Schludi, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, erleichtert, dass Frankreichs Präsident für weitere fünf Jahre Emmanuel Macron heißt. „Ein Sieg der rechtsextremen Kandidatin hätte Europa und das deutsch-französische Verhältnis sehr belastet“, sagt der OB, der mit einer Delegation im Juni nach Saint-Lô reist, um das „gute Verhältnis weiter zu intensivieren“.

In seiner Rede am Sonntagabend habe, so Schludi, Macron erneut deutlich gemacht, dass er „Europa eine Verjüngungsspritze verpassen und es weiter stärken will“.

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