Geistliches Wort in der Corona-Krise

So weit sind wir gekommen

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Ich bin Perfektionist. Und das heißt: Ich bin oft frustriert. Denn nichts in der Welt ist wirklich perfekt - am allerwenigsten, so kommt es mir vor, ich selbst.

Ich bin Perfektionist. Und das heißt: Ich bin oft frustriert. Denn nichts in der Welt ist wirklich perfekt - am allerwenigsten, so kommt es mir vor, ich selbst. Das zu akzeptieren, ohne darüber gleichgültig oder zynisch zu werden, muss ich lernen. Ich muss lernen, mein Bestes zu geben und mich dann mit dem zufriedenzugeben, was dabei herauskommt. "So weit sind wir gekommen." - Mit diesem Satz hat mein Seelsorgelehrer immer unsere Einzelsitzungen beschlossen. In der Regel hätten wir da noch einiges zu besprechen gehabt, aber unsere Zeit war eben um. Ein Satz, der sich mir als ausgesprochen beruhigend und Gelassenheit stiftend eingeprägt hat. Ein Satz, den ich inzwischen auch immer häufiger zu mir oder anderen sage, wenn Frust über das Unvollkommene sich anschleicht. "So weit sind wir gekommen." - Ein Satz, von dem ich hoffe, dass ich ihn dereinst auch am Ende meines Lebens werde sagen können: zufrieden, nicht aus mir, aber weil ein anderer mir dazu den Rücken stärkt. "So weit sind wir gekommen." - Ein Satz, von dem ich mir wünsche, dass Er auch Ihnen zu einem guten Begleiten werden kann. Ihr Pfarrer Jan B. Langfeldt

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