SPD nominiert Dr. Carola Merk-Rudolph

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Dr. Carola Merk-Rudolph wurde zur Landtagskandidatin des Wahlkreises Aalen gewählt, Markus Schmid (2. v. li.) zum Ersatzkandidaten. Links Kreisvorsitzender André Zwick, rechts der unterlegene Ersatzkandidat Helmut Gentner.

Die Bopfingerin wird im Wahlkreis Aalen bei der Landtagswahl 2021 kandidieren.

Mögglingen. Mit 42 von 44 gültigen Stimmen ist Dr. Carola Merk-Rudolph zur Landtagskandidatin im Wahlkreis Aalen gewählt worden. Ersatzkandidat wurde Markus Schmid aus Westhausen, er setzte sich gegen Helmut Gentner aus Dewangen durch.

Merk-Rudolph, Lehrerin, Gemeinderats- und Kreistagsmitglied aus Bopfingen, hatte sich als einzige Kandidatin, zum zweiten Mal nach 2016, zur Wahl gestellt. Es werde Zeit, dass die SPD das Mandat im Wahlkreis 26 nach zehn Jahren mit zukunftsgewandten Programmen und mutigen Alternativen wiederhole. Sie sei eine Teamplayerin und brauche alle aus der Partei, besonders die beiden Zweitkandidaten, um dieses Ziel zu erreichen.

Der Wahlkampf werde aufgrund der Coronapandemie nicht einfach, man müsse sich als SPD auf die Situation einstellen, und gute Lösungen finden, um in die Regierungsverantwortung zurückkehren zu können, sagte sie. Die SPD müsse der Regierung zeigen, was Sache ist, zum Beispiel in der Bildungspolitik, wo die CDU-Ministerin samt Regierung versagten. Man müsse die um sich greifende Bildungsarmut bekämpfen, mehr Lehrer einstellen, ein moderneres Schulsystem aufbauen. Bezahlbarer Wohnraum sei ihr wichtig, dazu müsse eine Landesbaugesellschaft gegründet werden.

Klimawende und Umweltschutz, Energiewende und moderne Mobilitätskonzepte seien dringend, die Förderung der Wirtschaft in eine moderne Zukunft, nicht nach alten Regeln, sei ebenso nötig. Bekämpfung von Klinikschließungen, Ärztemangel und bessere Bezahlung von Pflegekräften müssten ebenfalls angegangen werden. Mit der jetzigen Regierung sei das nicht zu machen. Die SPD müsse eine Rot-Grüne oder Grün-Rote Regierung anstreben.

In der anschließenden Aussprache hielt der 89-jährige Dr. Alfred Geisel ein flammendes und engagiertes Plädoyer für den Kampf um das Mandat, das er selbst 24 Jahre inne hatte. Mit viel Begeisterung forderte er die Genossen auf, nach dem Motto "Konkurrenz belebt das Geschäft" der "lähmenden Behäbigkeit" mit der Erringung des Mandats zu begegnen.

Die Partei müsse selbstbewusst auftreten, sich als verlässliche moderne Ideenpartei zeigen. Seine Rede wurde mit stehenden Ovationen gewürdigt.

Auch Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier forderte zum Kampf um das Mandat auf.

Wir müssen selbstbewusst auftreten, nicht im Büßergewand.

Dr. Alfred Geisel ehemaliger Landtagsvizepräsident

Als Zweitkandidaten stellten sich Markus Schmid und Helmut Gentner vor. Schmid ist Bäckermeister, eine Branche mit niedrigen Löhnen. Seine Ziele seien deshalb die Abschaffung von Kita- und Studiengebühren und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Gentner nannte unter anderem mehr Anerkennung für das Ehrenamt und bessere Bezahlung medizinischer und pflegerischer Berufe als seine Anliegen. Gewählt wurde mit 26 zu 18 Stimmen Markus Schmid.

Dr. Carola Merk-Rudolph freute sich über den "überragenden Vertrauensbeweis" und hoffe auf das Engagement aller Parteimitglieder.

Jakob Unrath im Wahlkreis Gmünd nominiert

Der Kandidat der SPD für die Landtagswahl im Wahlkreis Gmünd steht auch fest: Jakob Unrath ist ebenfalls am Samstag in der Mögglinger Mackilohalle mit 100 Stimmen zum Kandidaten gewählt worden, Alessandro Lieb erhielt 39 Stimmen.

Zur Ersatzbewerberin wählten die 140 Delegierten Sonja Elser aus Lorch.

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