„Sprach-Kitas in Gefahr“

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Sprach-Kitas sind durch die Sparpolitik der Bundesregierung bedroht, warnt der CDU-Bundestagsabgeordnete Kiesewetter.

Kiesewetter kritisiert Rotstiftpolitik der Ampelregierung.

Aalen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter warnt: Die Haushaltspolitik der Ampelregierung bedroht die Sprach-Kitas in ihrer Existenz.

Laut Haushaltsentwurf 2023 solle das Bundesprogramm Sprach-Kitas, das seit 2011 die sprachliche Bildung fördert, ersatzlos gestrichen werden. Davon wären im Wahlkreis Aalen-Heidenheim insgesamt 27 Sprach-Kitas betroffen, so Kiesewetter. Allein 17 Sprach-Kitas seien es in der Stadt Aalen, drei Einrichtungen in Hüttlingen und jeweils eine in Oberkochen und Neresheim.

Kiesewetter: „Sprache ist der Schlüssel zu einer gelungenen Integration. In Sprach-Kitas geht es um die Sprachentwicklung, sprachliche Bildung, Mehrsprachigkeit und frühkindliche Bildung.“ Der Beschluss des Bundeskabinetts, die Mittel ausgerechnet jetzt zu streichen, sei „völlig unverständlich“. Etwa 40 Prozent der Kita-Kinder hätten einen Migrationshintergrund. Darüber hinaus müssten zurzeit zahlreiche Kinder aus der Ukraine betreut werden. Ganz zu schweigen von den Folgen der Corona-Pandemie, die mit Hilfe des Sprachprogramms zumindest abgemildert worden seien. Eine Chance auf Interaktion, Teilhabe und letztlich Integration gebe es nicht zum Nulltarif, warnt Kiesewetter.

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