Guten Morgen

Spuren im Schnee

+
Jürgen Steck
  • schließen

Jürgen Steck über den Segen der Digitalisierung und Leoparden.

Die Digitalisierung - ein Segen, zumindest zumeist. Wenngleich sie an Grenzen stößt - etwa bei der Matinee zu „50 Jahre Ostalbkreis“, als einer der Musici der Jungen Philharmonie die Noten für den fünften Satz eines Quintetts in B-Dur von Anton Reicha nicht finden konnte auf seinem Tablet. Die Mitmusizierenden ließen den Fagottisten in ihre papierenen Notenblätter schauen, kein Problem. In anderen Bereichen aber kann's schon richtig helfen, das Digitale. Etwa bei uns, als wir tierische Fußspuren im Schnee auf unserer Terrasse nicht zuordnen konnten. Die Spuren: Zu groß für ein Eichhörnchen und auf jeden Fall kein Vogel, so viel war klar. Ein befreundeter Jäger diagnostizierte hingegen einen Waschbären. Doch was weiß der schon. Denn die beste aller Ehefrauen hat via Smartphone eine digitale Suchanfrage ins Netz gestellt - und als klare Antwort bekommen, dass es sich bei den Fußspuren ziemlich sicher um einen Kaukasischen Bergleoparden handelt. Was insofern eine gute Nachricht ist, da dieses Tier als nahezu ausgestorben gilt. Und Leoparden sind ja sowieso gefragt, derzeit.

Zurück zur Übersicht: Aalen

Kommentare